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Test DS 7 Crossback BlueHDi 180 Premium-SUV der französischen Edelmarke punktet mit schickem Design, hochwertigem Innenraum und gut verarbeiteten Materialien

Eleganz, Komfort und Fahrspaß für Genießer

Archivartikel

Das erste eigenständige Modell der französischen Edelmarke DS setzt gleich mal ein dickes Ausrufezeichen. Das SUV DS 7 Crossback bietet pure Eleganz, höchsten Komfort und fährt sich traumhaft.

Leistung ist nicht alles. Mit viel PS protzen und mit ordentlich Drehmoment klotzen – das ist nicht die Paradedisziplin des DS 7 Crossback. Auch, wenn er so aussieht: Groß, kraftvoll, bullig. Das ist nur eine Seite des mehr als 1,6 Tonnen schweren SUVs der Edelmarke des PSA-Konzerns, zu dem auch Peugeot, Citroën und Opel gehören. Vor allem aber stehen Eleganz, (Fahr-)Komfort, Stil und Qualität ganz oben auf der Liste der wichtigsten Merkmale.

Die Top-Dieselvariante (BlueHDi 180, ab 39 790 Euro) ist eine vergleichsweise moderate Motorisierung: 177 PS, 400 Newtonmeter Drehmoment und 9,4 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h lassen im Vergleich zu Modellen anderer Hersteller im Segment nicht gerade aufhorchen. Und doch ist der DS 7 eine echte Alternative zur namhaften Konkurrenz. Seine Trümpfe spielt er nämlich an anderer Stelle aus.

Da ist zunächst mal das außergewöhnliche Exterieur: Wuchtiger Kühlergrill, massive Stoßfänger, viel Chrom und markante Scheinwerfereinheiten machen die Front zu etwas Besonderem, das man so noch nicht gesehen hat, aber ganz offensichtlich sehr gerne sieht. Denn wo der in einem tiefen Dunkelblau lackierte Wagen während des Tests auch stand oder fuhr – die Blicke von anderen Verkehrsteilnehmern und Passanten waren ihm sicher. Nicht nur wegen der prägnanten Front. Auch das Heck ist eine ausgiebige „Beguckung“ wert und verströmt ein ausgewogenes Verhältnis von Kraft und Eleganz.

Typisch SUV ist die zur Schau gestellte Robustheit, die eine Geländetauglichkeit suggeriert, welche trotz Unterbodenschutz und Hochbeinigkeit nur in begrenztem Maß tatsächlich zur Verfügung steht. Aber wer will mit einem Fahrzeug dieser Güte ernsthaft querfeldein auf Tour gehen, zumal ein Allradantrieb gar nicht erst angeboten wird.

Wer sich den DS 7 gönnt, will bequem reisen und nutzt sein Fahrzeug als Ort der Ruhe und Entspannung. Und darauf ist dieses SUV auch bis ins letzte Detail getrimmt. Vorausgesetzt, das entsprechende Kleingeld steht zur Verfügung. Die Aufpreisliste ist nämlich lang. Lässt man aber mal außer Acht, dass sich der Grundpreis von rund 40 000 Euro bei der Konfiguration mit nur wenigen Häkchen auf 50 000 Euro und mehr steigern lässt, bietet der DS so ziemlich alles an, was die Automobilbranche in Sachen Sicherheits- und Komfortausstattung derzeit zu bieten hat.

Die ausgewählten Materialien im DS 7 sind nicht nur sehr hochwertig, sondern auch top verarbeitet. Hinzu kommt, dass alles fein aufeinander abgestimmt ist und Details geschmackvoll in Szene gesetzt werden. Es passt einfach alles zusammen. Da akzeptiert man es auch, dass die Funktion der Optik das eine oder andere Mal unterliegt – etwa bei der Positionierung des Startknopfes oder dem Schalter für die Warnblinkanlage.

Etliche Pakete stehen optional zur Verfügung. Beispielsweise das mit dem schönen Titel „Inspiration Opera“ zum Kostenpunkt von 7150 Euro. Dafür gibt es unter anderem elektrische Sitze in basalt-schwarzem Nappa-Leder mit Heizung, Ventilation und Massagefunktion.

Bei allem Luxus im Inneren kommt der Fahrspaß im DS 7 nicht zu kurz. Wie bereits erwähnt offeriert der Wagen nicht gerade ein Überangebot an Leistung. Die 177 PS des Top-Diesels reichen jedoch allemal, um das SUV in ausreichend viel Wallung zu versetzen. Das komfortabel abgestimmte Fahrwerk und die nahezu perfekte Lärmdämmung machen vor allem Langstrecken zum Wohlfühl-Trip. Duelle mit anderen Vertretern des Segments lächelt man da gemütlich weg und cruist locker-flockig weiter vor sich hin, ohne die geschmeidige Achtgang-Automatik zum abrupten Herunterschalten zu zwingen. Wer sich den DS 7 Crossback leistet, ist entsprechend gepolt. Dieses Edel-SUV ist einfach nichts für Sportler, sondern eindeutig was für Genießer.