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Kia Sportage Das Kompakt-SUV des koreanischen Herstellers hat eine optische Überarbeitung und jede Menge neue Assistenzsysteme bekommen

Erstmals Diesel mit E-Motor kombiniert

Der Sportage ist der Topseller von Kia. Nun wurde die vierte Generation optisch leicht überarbeitet und mit neuen Assistenzsystemen ausgestattet.

„Attractive, dynamic, smart and practical“ sei der überarbeitete Sportage, sagte Veronique Cabral, Senior Product Manager von Kia Europe, bei der Vorstellung des Fahrzeugs in der Kia-Zentrale in Frankfurt. Das muss man wohl nicht übersetzen, man kann es aber so interpretieren: Kia macht das SUV noch ein wenig sportlicher, noch ein wenig komfortabler und mit dem neuen Mild Hybrid noch ein wenig sparsamer.

Der geliftete Sportage wird im Herbst auf den Markt kommen. Die Käufer müssen bei der Einstiegsversion rund 900 Euro mehr gegenüber den vergleichbar motorisierten Vorgängern auf den Tisch legen – bei einer wesentlich umfangreicheren Grundausstattung. Der günstigste Sportage in der Ausstattungslinie „Edition 7“ und mit 1.6-Liter Benziner wird 22 490 Euro kosten, der Zwei-Liter Diesel mit Mild Hybrid, Allrad und Sechsgang-Schaltgetriebe und in der Variante „Spirit“ ist ab 38 490 Euro zu haben. Die Preise für die Fahrzeuge mit Automatikgetriebe stehen noch nicht fest. Bemerkenswert: Die bisherige Einstiegsvariante „Attract“, die unter 20.000 Euro kostet, wird künftig wegfallen. „Bei unter einem Prozent Anteil am Verkauf machte ein Festhalten am Attract keinen Sinn“, sagte dazu Susanne Mickan, die Leiterin der Unternehmenskommunikation von Kia Motors Deutschland.

Die sichtbaren Veränderungen halten sich in Grenzen: Stoßfänger, Kühlergrill, LED-Frontscheinwerfer, Rückleuchten und Leichtmetallfelgen sowie seitliche Chromleisten und fünf neue Karosseriefarben – damit hat es sich.

Unter dem Blech hat sich dafür umso mehr getan. Als erster Kia ist der Sportage mit einem Diesel-Mildhybridantrieb erhältlich. Zudem entsprechen sämtliche Motoren – zwei Diesel und zwei Benziner – schon jetzt der Abgasnorm Euro 6d-Temp.

Bei der Mildhybridversion unterstützt ein Elektromotor den 2-Liter-Diesel, der 185 PS leistet und 400 Nm Drehmoment mobilisiert. Der Mildhybrid ermöglicht das Abschalten des Verbrennungsmotors auch im Fahrbetrieb, etwa beim Ausrollen oder Bremsen. Gegenüber dem bisherigen 2,0-Liter-Diesel reduziert der Mildhybridantrieb die CO2-Emissionen um bis zu zehn Prozent.

Beim Test auf den Straßen um Frankfurt und im Taunus überzeugte die Kombination aus Diesel und Elektroantrieb durch Laufruhe, kaum merklichen Schaltvorgängen und Agilität beim Beschleunigen.

Neu in der Antriebspalette ist darüber hinaus ein 1.6-Liter Diesel, der in zwei Varianten mit 115 PS oder 136 PS angeboten wird. „Der sauberste Diesel, den wir je hatten“, so Susanne Mickan. Bei den Benzinern ist neben dem 177 PS starken Turbotriebwerk ein 1,6-Liter-Direkteinspritzer mit 132 PS erhältlich.

Je nach Motorisierung kann der Sportage mit Front- oder Allradantrieb bestellt werden. Standardmäßig sind alle Motoren mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert.

Für den 1.6-Liter Turbobenziner und den 1.6-Liter Diesel mit Allradantrieb werden siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe angeboten, der serienmäßig allradgetriebene 2,0-Liter-Diesel ist mit einer Acht-Stufen-Automatik erhältlich.

Mit dem erstmals eingebauten Mildhybrid haben Kia und die Konzernschwester Hyundai nun alle denkbaren Elektroantriebe am Angebot: Mildhybrid, Vollhybrid, Plug-in-Hybrid und reine Elektrofahrzeuge. Im Jahr 2020 wird noch ein Brennstoffzellenfahrzeug hinzukommen.

Bei Technologie aufgerüstet

Aufgerüstet wurde der Sportage schon in der Basisausstattung mit jeder Menge neuer Technologie. Ein Audiosystem mit 7-Zoll-Touchscreen und Smartphone-Integration ist ebenso ab Werk an Bord wie Geschwindigkeitsregelanlage, Rückfahrkamera, Freisprecheinrichtung, Dämmerungssensor und beheizbare Außenspiegel. Ebenfalls deutlich erweitert wurde zum Modelljahr 2019 die Palette der Assistenzsysteme (Die in den höheren Ausstattungsvarianten zur Grundausstattung gehören): Zum Beispiel gibt es eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-go-Funktion, eine 360˚-Rundumsichtkamera und ein Müdigkeitswarner.

Die Batterie für den Mildhybrid verkleinert den Stauraum im Sportage nur unwesentlich, nämlich um 64 Liter und ausschließlich im Unterflurfach. Statt 503/1492 Liter stehen 439/1428 Liter Stauraum zur Verfügung.

Der Sportage solle den neuesten Lifestyle-Bedürfnissen Rechnung tragen, hatte Veronique Cabral bei der Vorstellung des Neuen gesagt. Nach den ersten Eindrücken auf den Frankfurter Straßen muss man zustimmen: „Ja, das tut er.“