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Test Seat Alhambra FR-Line 2.0 TSI Großes Platzangebot und attraktives Design / Leistungsstarke Motoren zur Auswahl

Familienkutsche in schickem Outfit

Archivartikel

Er ist ein echter Routinier. In der Modellpalette von Seat, aber auch im Segment der Familienvans ist der Alhambra eine feste Größe. Mit viel Platz und Komfort, leistungsstarken Motoren sowie einem dynamischen Design punktet auch die aktuelle Generation. Olé.

Die spanische Stadtburg Alhambra auf dem Sabikah-Hügel von Granada ist eine der größten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe.

Der spanische Van Alhambra ist eine echte Attraktion für junge Familien. 1996 schlug die Geburtsstunde des flexiblen Raumwunders. Seitdem ist er aus dem Segment nicht mehr wegzudenken.

Der Wagen bietet all das, was eine moderne Familienkutsche haben muss: Zunächst einmal viel Platz für die ganze Besatzung. Fünf Personen passen bequem rein. Bei Bedarf lässt sich die Kapazität aber auch auf sieben erhöhen, denn der Alhambra kann auf Wunsch mit einer dritten Sitzreihe bestückt werden. Die hinteren Reihen lassen sich komplett einklappen und schaffen so bis zu 2430 Liter Laderaumvolumen. Zahlreiche Staufächer sorgen für Ordnung, das optionale Panorama-Glas-Schiebedach (1125 Euro) lässt den Innenraum hell und freundlich erscheinen und ist eine zusätzliche Investition wert.

Hochwertige Materialien sorgen drinnen bei aller Geräumigkeit auch für den entsprechenden Komfort an Bord.So entsteht ein echtes Wohlfühlambiente und in den ergonomischen Sitzen mit Bezügen aus Leder oder Stoff sind alle Passagiere entspannt und bequem unterwegs.

Den besten Platz hat aber zweifellos der Fahrer.Nicht nur wegen der Massagefunktion (optional), aber auch. Hinzu kommt das Bewusstsein, dass man nicht in einem Bus, sondern in einem echt schicken Fahrzeug sitzt.

Der Alhambra gehört nicht zur Fraktion der Langweiler. Dafür hat er ein viel zu dynamisches Design. Harmonische Proportionen, klare Linien und die markanten Radhäuser geben ihm eine kraftvolle Präsenz und ein sportliches Aussehen.

Damit sticht er aus der ansonsten meist biederen Van-Klasse heraus. Mit seiner pfeilförmigen Motorhaube, dem markentypischen Grill und der Spoilerschürze folgt der Alhambra klar der Designsprache von Seat.

Optik, Haptik und Platzangebot passen also schonmal. Doch wie sieht es unter der Haube aus?

Hier tritt die aktuelle Generation des Alhambra mit einer breiten Palette an Benzin- und Dieselmotoren an. Die 2.0-TDI-Aggregate werden in den Leistungsstufen 115, 150 und 184 PS angeboten. Die Version mit 150 PS kann auch als 4Drive mit permanentem Allradantrieb ausgerüstet werden.

Die beiden TSI-Benzintriebwerke leisten 150 PS und als Top-Version (Test) besonders kraftvolle 220 PS (350 Nm Drehmoment) – 20 PS mehr als das bisherige Aggregat. Mit Ausnahme des Basis-Diesels lassen sich alle Motoren mit dem automatischen DSG-Doppelkupplungsgetriebe kombinieren (beim Top-Benziner serienmäßig). Dabei bietet die neue DSG-Generation die kraftstoffsparende Segel-Funktion: Sobald der Fahrer vom Gas geht, rollt der Alhambra mit ausgekuppeltem Motor.

Wer sich eine Familienkutsche kauft, legt naturgemäß auch Wert auf ein Höchstmaß an Sicherheit. Dieses Thema wird bei Seat groß geschrieben. So besitzt der neue Alhambra eine serienmäßige Multikollisionsbremse. Falls der Fahrer nach einem Unfall nicht mehr selbst eingreifen kann, leitet sie eine automatische Bremsung ein, um Folgekollisionen zu vermeiden.

Neu im Angebot ist zudem der Totwinkelassistent, der beim Spurwechsel vor Fahrzeugen im toten Winkel warnt und so das Risiko eines Unfalls minimiert. Seine Zusatzfunktion „Auspark-Assistent“ warnt beim Rückwärts-Ausparken vor Fahrzeugen im Querverkehr – übrigens eine sehr nützliche Funktion angesichts der Ausmaße des Fahrzeugs.

Der ebenfalls erhältliche Parklenkassistent der dritten Generation unterstützt auch das Ein- und Ausparken aus Querlücken. Eine feine Sache ist zudem der Fernlichtassistent. Er reagiert auf unterschiedliche Lichtbedingungen und sorgt dafür, dass der entgegenkommende Verkehr nicht geblendet wird. Müdigkeits- und Verkehrszeichenerkennung sind schon fast obligatorisch.

Für Fahrkomfort sorgt die adaptive Fahrwerksregelung DCC. Sie steuert binnen Millisekunden die Ventile der Dämpfer und passt die Fahrzeugcharakteristik der Fahrsituation perfekt an. So oder so liegt der Alhambra gut auf der Straße und bietet einen hohen Fahrkomfort. Er ist leise, sanft und trotz seiner Länge verhältnismäßig wendig.

Große Bedeutung misst Seat zudem dem Thema Unterhaltung und Konnektivität bei. Das System „Full Link“ integriert die Funktionen von Apple Car Play sowie von Android Auto. Die Nutzer können so während der Fahrt online sein und die freigegebenen Funktionen bequem über den Touchscreen nutzen.

Die MirrorLink-Technologie ermöglicht es zudem, das Smartphone und viele seiner Funktionen und Apps auf sichere Weise über das Infotainment-System zu bedienen. Dazu wird die Bedienoberfläche des Mobilgeräts auf den Touchscreen „gespiegelt“.