Auto

Fiat 500 Collezione: Kleiner Mann ganz schick

In der Spreemetropole feierte er einst Deutschlandpremiere, in Berlin erblickt jetzt auch sein neuestes Sondermodell das Licht der Öffentlichkeit: Der kleine Fiat 500 Collezione soll den nur 3,57 m kurzen italienischen Bestseller weiter auf Erfolgskurs halten. Das besonders schicke Sondermodell ist ab sofort und zu Preisen ab 15.950 Euro zu haben - als Limousine oder als Cabriolet mit speziellem Stoffverdeck. Zur "Collezione"-Ausstattung gehören ungewöhnliche Karosseriefarben wie das changierende "Lunablau", serienmäßige 16-Zoll-Alufelgen mit Diamant-Finish, das Entertainmentsystem Uconnect sowie eine Klimaanlage. Verfügbar ist der 500 Collezione in allen bisherigen Motorisierungen, auch als Autogas-Version.

Es ist schon sehr außergewöhnlich: 2007 erschien der Fiat 500 als Retro-Zwerg und knüpfte damals nahtlos an die Erfolge des legendären "Cinquecento" an (1936 bis 1975). Elf Jahre und über zwei Millionen weltweit verkaufte Exemplare später feiert der Fiat 500 in den ersten drei Monaten 2018 das erfolgreichste Quartal seines extrem langen Modellzyklus: 60.000 Verkäufe alleine in Europa. Bis heute ist der charmante Piccolo ein internationales Phänomen, denn rund 80 Prozent der beachtlichen Stückzahlen finden außerhalb von Bella Italia einen Käufer. Dennoch sollen immer neue Sonderserien noch mehr Schwung in die ohnehin guten Verkäufe bringen. Zum zehnjährigen Jubiläum der mittlerweile 30 "Special Series" tritt jetzt das modeorientierte Sondermodell Fiat 500 Collezione an, um zusätzliche Kundschaft anzuziehen.

Es ist natürlich kein Zufall, dass der kleine Collezione in den europäischen Modemetropolen Berlin, Paris, London, Mailand und Madrid präsentiert wird. Hier kann er sich wenige Wochen vor der Berlin Fashion Week ins rechte Rampenlicht rücken, vor allem mit seinen gefälligen Bicolore-Lackierungen - darunter klangvolle Kombinationen wie "Acquamarina", bestehend aus "Gelato"-Weiß und "Lattementa"-Grün. Betont werden die Stylings durch eine rund ums Auto verlaufende, grau-weiß-graue Trennlinie. Dazu kommen exklusive Details wie hochwertig wirkendes Chrom an der Motorhaube, den Abdeckkappen der Außenspiegel oder den Türgriffen - teils im Stile des historischen Cinquecento. Im Innenraum ist das Armaturenbrett immer in Wagenfarbe gestaltet, die Sitze sind graugestreift mit blaugrauen Seitenwangen. Beim Fiat 500 Collezione Cabriolet ist außerdem das Stoffverdeck im passenden Grau der Trennlinie gestaltet. Wer an all dem noch nicht das neue Sondermodell vom kleinen Italiener identifiziert hat, wird spätestens von einem "Collezione"-Schriftzug am Heck aufgeklärt.

Für das Sondermodell Fiat 500 Collezione gibt es insgesamt fünf verschiedene Euro-6-Motoren. Der Basis-Benziner 1.2 8V leistet 51 kW/69 PS und ist neben Handschaltung auch mit Fünfgang-Dualogic-Automatik zu haben. Außerdem gibt es von diesem Vierzylinder eine bivalente Variante. Sie läuft mit Benzin oder dem sehr wirtschaftlichen Autogas (LPG). Den ungewöhnlichen Zweizylinder-Benziner "TwinAir" mit nur 0,9 Litern Hubraum gibt es In zwei Leistungsvarianten mit 63 kW/85 PS oder 77 kW/105 PS. Die Turbodiesel-Variante vom Fiat 500 Collezione heißt 1.3 16V MultiJet und leistet 70 kW/95 PS.

Bei der "Collezione"-Premiere in Berlin mit dabei: Maria Grazia Davino, erst seit fünf Wochen Deutschland-Chefin von Fiat. Sie hob hervor, dass besonders zum beliebten Kleinstwagen Fiat 500 die Welt der Mode und des Lifestyles passe. Dies hätten schon bisher Sondermodelle in Zusammenarbeit mit Labels wie "Gucci" und "Diesel" oder "GQ" bewiesen. Nicht zuletzt die bisher 30 Special Series hätten dazu geführt, dass der Fiat 500 heute zurecht als Ikone gelte - er laut Davino also zwingend "authentisch, unverwechselbar und relevant" sei. Das gelte für den kleinsten Fiat, weil er sich seit 2007 ständig entsprechend der Bedürfnisse der Kunden weiterentwickle. Über die bisherigen 30 Sonderserien hinaus sollen auch in Zukunft Editionen wie "Collezione" immer wieder für frischen Wind sorgen - bis irgendwann doch ein grundlegend neuer Fiat 500 an den Start geht.

Ralf Schütze / mid