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Hyundai-Hammer: Deutschland-Chef steigt aus

Archivartikel

Die Personal-Rochaden in den höchsten Managerkreisen der Automobilindustrie gehen unvermindert weiter. Jetzt hat es Hyundai erwischt. In einer dürren Mitteilung von nur zwei Sätzen geben die Koreaner bekannt, dass Deutschland-Chef Markus Schrick das Unternehmen verlässt. "Aus persönlichen Gründen", wie es weiter heißt. Danach folgt eine Danksagung für Markus Schricks Einsatz für das Unternehmen und die Marke. Man wünsche ihm für die Zukunft privat und beruflich alles Gute und viel Erfolg. Das war's.

Markus Schrick lenkte seit März 2012 die Geschicke des Importeurs. Zuvor hatte er unter anderem bei Audi und als Geschäftsführer von Toyota Deutschland gearbeitet. Unter seiner Führung ging es für Hyundai in Deutschland steil bergauf. 2017 war die Marke mit 108.518 Zulassungen der erfolgreichste asiatische Autobauer auf dem deutschen Markt und eine der drei Top-Importmarken.

Im ersten Halbjahr 2018 erreichte Hyundai auf dem deutschen Markt 58.982 Zulassungen und damit elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Importeur sei damit auf dem besten Weg zu einem weiteren Rekordjahr, kommentiert die Branchenzeitung "Automobilwoche".

Besonders gut angenommen werden von deutschen Kunden die Modelle i10, i20 und i30 sowie das SUV Tucson. Mit 50 Prozent hat Hyundai einen der höchsten Privatkunden-Anteile unter den Volumenmarken. Die besonders sportlichen N-Modelle, mit denen Hyundai auch im Motorsport für Furore sorgt, haben das Image der Marke ebenfalls aufpoliert.

Doch was steckt hinter dem überraschenden Abgang von Markus Schrick? Zieht es ihn zu einem anderen Autobauer? Es kann zunächst nur spekuliert werden. Denn bisher ist weder bekannt, was der scheidende Deutschland-Chef in Zukunft tun wird, noch wer sein Nachfolger in der Hyundai-Zentrale in Offenbach am Main werden soll. Es bleibt spannend in der Autobranche.