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Im Sommer blüht der Fahrrad-Klau

Archivartikel

Gelegenheit macht Diebe. Und deshalb greift der Fahrrad-Klau in den heißen Sommermonaten massiv um sich. Überall stehen die Drahtesel verlockend herum: vor dem Freibad, im Park, neben der Eisdiele oder am Badesee in den Büschen. Klar: Das fassen Langfinger natürlich als Offerte auf.

Erschreckende Zahlen belegen es: Pro Stunde werden in Deutschland etwa 35 Fahrräder gestohlen. Vor allem in Berlin, Bremen und Hamburg ist Vorsicht geboten - die Stadtstaaten sind laut Statistik nach wie vor die Hochburgen des Fahrrad-Klaus.

Doch wie sieht es eigentlich mit der Versicherung aus? Wenn das Fahrrad aus einem abgeschlossenen Bereich gestohlen wird, wie der eigenen Wohnung, dem Keller oder der privaten Garage, dann greift die klassische Hausratversicherung. Ein Einbruch liegt dann vor, wenn entsprechende Einbruchsspuren nachweisbar sind.

Tipp der Versicherungsexperten der Deutschen Vermögensberatung ( DVAG): Wer sein Fahrrad oft am Bahnhof, auf offener Straße, vor dem Haus oder in Gemeinschaftsräumen abschließt, der sollte über eine zusätzliche Fahrrad-Klausel zur Hausrat nachdenken. So ist das Rad auch außerhalb der eigenen vier Wänden vor Langfingern geschützt. Wichtige Voraussetzung: Die Fahrräder müssen natürlich abgeschlossen sein.

Wer ein besonders teures Rad besitzt, sollte darauf achten, dass die vereinbarte Versicherungssumme ausreicht. Wie hoch die Versicherungssumme im Schadensfall ausfällt, kann der Versicherte selber festlegen. Bei älteren Rädern sollte der Besitzer den Zeitwert schätzen und diesen versichern lassen. Wichtig: Unbedingt darauf achten, nicht unterversichert zu sein.

Diebe lieben Dunkelheit. Deswegen findet sich in einigen Versicherungspolicen eine "Nachtzeitklausel": Zwischen 22 und 6 Uhr gilt der Versicherungsschutz nur, wenn sich das Rad in einem abgeschlossenen Raum oder in Gebrauch befindet.

Vorsicht ist auch bei Fahrrädern mit motorisierter Unterstützung geboten: "Für E- Bikes empfehlen wir eine Teilkaskoversicherung. Sie fallen nicht mehr in die Kategorie Fahrrad und sind deshalb nicht durch die Hausratversicherung oder eine Fahrradversicherung abgedeckt", erklären die Experten der DVAG. Anders sieht es bei Pedelecs aus. Diese sind wiederum in der Hausratversicherung abgedeckt.