Auto

Italienisch-amerikanisches Dreigestirn

Archivartikel

Drei Marken, drei Weltpremieren - der FCA-Konzern präsentiert auf dem Genfer Autosalon drei ganz unterschiedliche Varianten, die eines gemeinsam haben: möglichst wenig Schadstoffe in die Umwelt zu pusten.

Saubermann Nummer 1 ist ein Jeep Renegade mit Plug-in-Hybrid-Technologie, die auch für den Compass verfügbar sein wird. Die Elektro-Antriebe sind mit einem neuen, 1,3 Liter großen Turbobenziner gekoppelt. Der Renegade soll je nach Version von 140 kW/190 PS bis 177 kW/240 PS Systemleistung abrufen können. Etwa 50 Kilometer rein elektrische Reichweite und bis zu 130 km/h im E-Modus sollen möglich sein. Die neue, elektrische Vierradantriebs-Technologie (eAWD) treibt die Hinterachse nicht über eine Kardanwelle, sondern über den Elektromotor an, lässt Jeep wissen. So könnten Vorder- und Hinterachse getrennt und unabhängig voneinander mit Drehmoment versorgt werden, was die Effizienz steigere.

Neben dem amerikanischen Ableger von FCA sind auch die beiden italienischen Kernmarken in Genf mit Stromern vertreten: Alfa Romeo gibt mit dem Konzeptauto Tonale - es ist das erste Plug-in-Hybrid-Fahrzeug der Marke und auch das erste Midsize-SUV - einen Ausblick auf ein künftiges Modell.

Zwar nicht elektrisch angetrieben, aber dennoch unter Strom, sind die Sondermodelle "Alfa Romeo Racing", erhältlich in limitierter Auflage für die Modelle Giulia Quadrifoglio und Stelvio Quadrifoglio. Markenzeichen: Aerodynamik-Kits aus Kohlefaser, die zusammen mit Sauber Engineering entwickelt wurden, also von dem Partner, der Alfa Romeo auch in der Formel 1 wieder ins Rampenlicht bringen soll.

Besonders innovativ gibt sich Fiat. Zum 120. Geburtstag der Traditionsmarke zeigen die Italiener in Genf das Konzeptfahrzeug Concept Centoventi. Aufgrund des Baukastensystems können Kunden in vielen Bereichen frei wählen - etwa bei der Innenraum- und Außengestaltung oder bei der Größe der Batteriepacks an Bord, so dass ein hoher Individualisierungsgrad entsteht.

Mehr als 100 verschiedene Zubehörteile - vom Soundsystem über die Sitzpolster bis hin zum Dach - können kombiniert werden. Als Vertriebspartner nennt Fiat Mopar, den FCA-Spezialisten fürs Zubehör. Mopar werde die Accessoires für den Fiat Concept Centoventi entwickeln, herstellen und die Logistik abwickeln, heißt es bei Fiat. Bis zu 500 Kilometer Reichweite soll das Auto haben - auch das sei nach unten skalierbar. Klingt spektakulär, aber ein Smart war auch ursprünglich mal ein Konzeptauto.