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Test Jeep Compass SUV schließt die Lücke zwischen Renegade und Cherokee / Attraktives Design und leistungsstarke Motoren / Zwei Allrad-Antriebssysteme

Kompakt, kraftvoll und mit klarer Linie

Archivartikel

Mit dem Compass hat Jeep ein wichtiges Ziel erreicht. Mit dem Kompakt-SUV schließt die Kultmarke im Geländewagen-Sektor in seiner Modellpalette die Lücke zwischen Renegade und Cherokee. Damit sind nun alle SUV-Segmente abgedeckt.

Die Zeiten, in denen Jeep das geflügelte Wort für Geländewagen war, sind vorbei. Dafür haben sich die Designsprachen der Hersteller zu sehr verändert und individualisiert. Natürlich auch die von Jeep selbst. Kantig, klotzig war einmal. Fließende Formen, dynamische Details und moderne Merkmale geben die Richtung vor. Das gilt für den Compass genauso wie für seine bereits etablierten Brüder.

Mit ausgefeilten Geländeeigenschaften und seinem einzigartigen Design, mit vielen nutzerfreundlichen Technologien für Sicherheit, Komfort und Konnektivität, will Jeep bei der anspruchsvollen Kundschaft punkten. Und die ist durchaus zahlreich. Der Compass rollt mitten hinein in ein wachstumsstarkes und wichtiges Segment, das im Jahr 2020 weltweit voraussichtlich auf 7,5 Millionen verkaufte Einheiten wachsen wird. Allein in Deutschland rechnet Jeep für dieses Jahr mit einer Wachstumsperspektive auf 400 000 Einheiten. Das sind über zehn Prozent des Gesamtmarkts.

Da will man sich natürlich ein Stück vom Kuchen abschneiden und macht in Sachen Preis-Leistung auch ein attraktives Angebot. Jeep schickt den Compass in den vier Ausstattungslinien „Sport“, „Longitude“, „Limited“ sowie „Trailhawk“ zu Preisen ab 24 900 Euro ins Rennen um die Gunst der geneigten Kundschaft.

Der kompakte Compass ist dank seiner charakteristischen Designmerkmale sofort als Jeep erkennbar. Die Designer haben dem legendären Kühlergrill mit sieben Lüftungsschlitzen einen frischen Look gegeben indem sie jeden einzelnen der verchromten Schlitze in ein glanzschwarzes Feld setzten. Die schwarz gerahmten Scheinwerfer-Einfassungen sollen Persönlichkeit und Ausdruck der Vorderansicht ebenso verstärken, wie die ab der Version „Limited“ serienmäßige LED-Lichtgrafik.

Eine klare, nach hinten gediegen abfallende Dachlinie und muskulöse Kotflügel geben dem Fahrzeug ein schickes Profil. Typische Fensterrahmen mit einem Element, das sich um die gesamte Karosserie zieht und das auf Wunsch lieferbare schwarz lackierte Dach, sorgen für Eleganz mit Premium-Charakter. Das ebenfalls auf Wunsch erhältliche zweiteilige Sonnendach (1290 Euro Aufpreis) bringt viel Licht und verbessert das sowieso schon gute Raumgefühl zusätzlich. Apropos: Der gut verarbeitete, dank hoher Sitzposition übersichtliche und bereits in der Basisversion komfortabel ausgestattete Compass ist zwar kein Riese, bietet trotz seiner kompakten Abmessungen aber genügend Platz für eine vier- bis fünfköpfige Familie. Inklusive Gepäck, denn der Kofferraum fasst ordentliche 438 Liter.

Mit zwei Benzin- und drei Turbodieselmotoren sowie einer Neungang-Automatik und einem Sechsgang-Schaltgetriebe stehen für den Compass insgesamt sieben Motor-/Getriebe-Varianten zur Wahl.

Die beiden Benziner sind der 1.4 MultiAir2 Turbo mit 140 PS in Kombination mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Vorderradantrieb (ab 24 900 Euro) sowie der 1.4 MultiAir2 Turbo mit 170 PS mit Neunstufen-Automatik und Vierradantrieb (Testversion, ab 35 200 Euro).

Kleinste Dieselvariante ist der 1.6 MultiJet II mit 120 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe und Vorderradantrieb (ab 26 100 Euro), gefolgt vom 2.0 MultiJet II mit 140 PS und Neungang-Automatik oder Sechsgang-Schaltgetriebe sowie Allradantrieb (ab 31 300 Euro). Auch eine stärkere Version des 2.0 MultiJet II mit 170 PS (ab 37 400 Euro) steht zur Auswahl und treibt zum Beispiel den Compass Trailhawk mit Vierradantrieb über eine Neungang-Automatik an, die für schwieriges Gelände auch eine Kriechuntersetzung bereit hält.

In puncto Sicherheit und Technik überlässt Jeep sowieso nichts dem Zufall. Egal, ob mit Fokus auf den „Straßenbetrieb“ oder den Offroad-Einsatz. Insgesamt stehen mehr als 70 Funktionen zur Verfügung, die – wie etwa Auffahrwarnsystem, Spurhalte-Assistent und sieben Airbags – teilweise zum Serienumfang gehören.

Natürlich sieht ein Jeep nicht nur aus wie ein Geländewagen, er ist auch einer. Darauf ist Verlass. Der Compass bietet die Wahl zwischen den Antriebssystemen „Active Drive“ und „Active Drive Low“ für, so Jeep, „klassenbeste 4x4-Fähigkeit bei sämtlichen Wetterbedingungen“.

Der Wagen verfügt über eine elektronische Regelung, die das Hinterachsdifferential und die Kardanwelle bei griffigen Fahrbahnbedingungen abkoppelt, um Kraftstoff einzusparen. Sobald höherer Traktionsbedarf besteht, wird die Hinterachse zugeschaltet, ohne dass der Fahrer eingreifen muss.

Beide Systeme sind in der Lage, bis zu 100 Prozent des verfügbaren Drehmoments an eines der vier Räder zu leiten. Das sogenannte Select-Terrain Traktions-Kontrollsystem erlaubt dem Fahrer zudem über einen Schalter in der Mittelkonsole, das Fahrprogramm („Auto“, „Snow“, „Sand“ und „Mud“, plus „Rock“ für die Trailhawk-Variante) nach Bedarf zu ändern.