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Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé: Platz da!

Archivartikel

Schon ein bisschen ungewöhnlich, wenn einen bei einem Sportwagen auch das Kofferraumvolumen ganz besonders interessiert. Aber beim neuen Mercedes-AMG GT 4-Türer Coupé ist das tatsächlich ein ziemlich relevanter Wert. Denn der Kontrahent etwa von Porsche Panamera oder Maserati Quattroporte will ja weit mehr sein als nur ein dynamischer Kurvenflitzer und ein Langstreckenprofi auf der Autobahn. Er setzt auch auf Alltagstauglichkeit.

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Volumen im Heck des noch dieses Jahr zu Preisen ab 95.260 Euro startenden Bis-zu-Fünfsitzers liegt je nach Ausführung zwischen 456 und 461 Litern, das ist etwas weniger als beim Panamera (496 Liter). Angetrieben wird das Sportcoupé mit dem irgendwie unfertig klingenden Namen von einem neuen 3,0-Liter-Reihensechszylinder und dem bekannten 4,0-Liter-V8-Biturbomotor von AMG mit einem Leistungsspektrum von 270 kW/367 PS bis 470 kW/639 PS. "Sie ermöglichen überzeugende Fahrleistungen bei zeitgemäßer Effizienz", heißt es bei Mercedes-AMG. In der Praxis bedeutet das Sprintwerte von 3,2 bis 4,9 Sekunden und Spitzengeschwindigkeiten von 270 bis 315 km/h. Das sollte reichen.

Scharfes, sinnliches Design, reichlich Platz im Innenraum, feine Materialien mit sportlichen Akzenten, volldigitales Cockpit: Die Fahrgäste finden ein echtes Wohlfühl-Ambiente vor und können auf eine Rundum-Versorgung mit den aktuellen Komfort- und Sicherheitszutaten aus den Mercedes-Regalen zugreifen. Für den Antrieb ist das AMG-Speedshift-Automatikgetriebe mit neun Stufen zuständig, die Kraft wird über die AMG Performance 4Matic+ an alle vier Räder geliefert.

Je nach Motorisierung stehen im viertürigen AMG GT bis zu sechs Fahrprogramme zur Wahl: "Glätte", "Comfort", "Sport", "Sport+", "Individual" und "Race". Über die integrierte Fahrdynamikregelung AMG Dynamics wird die Regelstrategie des ESP, des Allradantriebs, der Hinterachslenkung (Serie bei den V8-Modellen) und des elektronisch gesteuerten Hinterachs-Sperrdifferenzials (Serie bei den V8-Modellen) beeinflusst. "Dies steigert die Agilität, ohne die Stabilität zu beeinträchtigen", heißt es beim Hersteller. Anders ausgedrückt: Das System bestimmt selbst, wie das Fahrzeug am besten reagiert.

Bei den Sechszylinder-Modellen wird das AMG Ride Control-Fahrwerk mit Stahlfedern und adaptiver Verstelldämpfung verbaut. Die Version Ride Control+ der Achtzylinder-Modelle basiert auf der Mehrkammer-Luftfederung und verfügt ebenfalls über eine adaptive Verstelldämpfung. Die aktive Hinterachslenkung ist serienmäßig in den V8-Modellen installiert.