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mid-Spezial: Seat präsentiert Frauenpower

Archivartikel

Zum Weltfrauentag unterstreicht Autobauer Seat die wichtigen weiblichen Beiträge in der Automobilindustrie. Und davon gibt es viele: Rückspiegel, Fahrbahn-Markierung und Blinker sind Erfindungen von Frauen.

Diese Pionierinnen haben mit ihren Innovationen die Automobilindustrie nachhaltig geprägt und den Weg für die nachfolgenden Generationen geebnet. Nun stellt Seat zum Internationalen Frauentag fünf Frauen vor, die mit ihrem Talent und ihrem Mut die Welt des Automobils revolutioniert haben.

Wenn es eine Erfinderin gibt, die Kreativität und Entschlossenheit vereint, dann ist das June McCarroll. Die Ärztin wurde eines Tages im Jahr 1917 auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle in Kalifornien von einem Lkw von der Straße gedrängt. Sie erkannte, dass eine Trennlinie in der Mitte der Straße diesen Unfall verhindert hätte.

Mit ihrer Idee stieß sie bei den örtlichen Behörden auf taube Ohren, aber davon ließ sich McCarroll nicht stoppen. Sie malte von Hand eine Linie auf einen Straßenabschnitt und lancierte gemeinsam in Zusammenarbeit mit einem Frauenverband eine Kampagne zur Ausweitung dieser Initiative.

Das führte schließlich dazu, dass die kalifornischen Behörden die Idee in einem Gesetz verankerten und 5.600 Straßenkilometer mit einer Trennlinie versehen ließen. Heute sind Fahrbahnmarkierungen quasi überall auf der Welt vorgeschrieben.

Ein Grabstein auf dem Hollywood Forever Friedhof trägt die Inschrift "The First Movie Star". Es ist der Grabstein von Florence Lawrence, einer der berühmtesten Schauspielerinnen zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Sie spielte in fast 300 Filmen mit. Lawrence hatte neben der Schauspielerei noch andere Leidenschaften - ihre größte war das Autofahren.

Als echter Autofan sammelte sie die unterschiedlichsten Modelle und fuhr sie nicht nur, sondern reparierte und verbesserte sie auch. Dank ihrer Kreativität entwickelte sie ein schwenkbares Schild, das vor dem Abbiegen die Richtung anzeigte, sowie ein STOPP-Zeichen, das angezeigt wurde, wenn der Fahrer die Bremse betätigte. Diese beiden Erfindungen waren die Vorläufer der heutigen Blinker und Bremslichter.

Die Rancherin und Winzerin Mary Anderson aus Alabama war an einem frostigen Wintertag des Jahres 1902 mit ihrer Tochter zu Besuch in New York City. Während einer Taxifahrt bei starkem Regen bemerkte sie, dass der Fahrer immer wieder anhalten musste, um Eis und Schmutz von den Fensterscheiben zu entfernen. Das brachte sie auf die Idee eines Scheibenwischers. Zurück in Alabama entwickelte sie mit einem Designer eine von Hand aus dem Wageninneren betätigte Vorrichtung. Sie ließ ihre Erfindung patentieren, fand jedoch keinen Käufer dafür. Erst nach Ablauf des Patents wurden Scheibenwischer serienmäßig in die meisten Fahrzeuge eingebaut.

Journalistin, Autorin, Frauenaktivistin und Rennfahrerin in allen erdenklichen Gefährten zu Land und zu Wasser: Die Britin Dorothy Levitt hat mit einer Reihe von Bestmarken Geschichte geschrieben, darunter ein Geschwindigkeitsrekord aus dem Jahr 1905: Sagenhafte 146 km/h fuhr sie damals in ihrem Roadster. Mit ihren Fahrkünsten machte sie Karriere in der Automobilwelt.

Außerdem soll sie Queen Alexandra das Fahren beigebracht haben. In ihrem Buch "The Woman and the Car" aus dem Jahr 1909 gibt sie Fahrerinnen unter anderem den Tipp, gelegentlich einen Handspiegel hochzuhalten, um zu sehen, was hinter ihnen passiert. Damit nahm Levitt eine für die Fahrsicherheit wesentliche Innovation vorweg: den Rückspiegel, den die Automobilhersteller Jahre später als Standardausstattung für alle Fahrzeuge übernahmen.

Auch Seat selbst hat Frauenpower vorzuweisen: Elvira Beloso, langjährige Leiterin des Pressepools, begann irgendwann, Stück für Stück handverlesene Modelle zu sammeln, die ihrer Ansicht nach von Bedeutung für die Geschichte des Unternehmens waren. Dazu gehören zahlreiche erste und letzte Fahrzeuge einer Baureihe, Sondermodelle und Fahrzeuge, mit denen Amtsträger chauffiert wurden oder die an besondere Ereignisse erinnern.

Elvira Beloso stellte diese Fahrzeuge in abgeschiedenen Ecken des Werkes in der Zona Franca in Barcelona unter, in der Hoffnung, dass deren historischer Wert eines Tages erkannt würde. Dieser Tag ist nun gekommen: Seat verfügt heute dank Elvira Beloso über eine Sammlung von 317 historisch bedeutsamen Fahrzeugen im Originalzustand.