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Test Mitsubishi Eclipse Cross Coupé-SUV soll die Lücke zwischen ASX und Outlander schließen / Extravagantes Design zieht die Blicke auf sich

Mit krasser Optik und klarem Konzept

Archivartikel

Auf dem Automobilmarkt gibt es fast nichts, was es nicht schon gibt. Aber eben nur fast. Der Mitsu-bishi Eclipse Cross bietet eine neue, mutige Mixtur verschiedener Fahrzeug-Gattungen.

Da ist von allem etwas dabei. Zumindest ist das der Eindruck, wenn man den Eclipse Cross das erste Mal umrundet hat und mit einer guten Portion Erstaunen überlegt, ob einem das jetzt gefällt – oder doch nicht.

Elemente eines typischen SUV stecken auf jeden Fall reichlich drin, aber eben auch Partien, die man von Limousine, Coupé und sogar von reinrassigen Sportwagen kennt. Keine Frage: Es ist ein echt krasses Design, dass die Japaner da ihrem Newcomer verpasst haben.

Der Eclipse Cross (ab 21 990 Euro) soll die Lücke zwischen dem Kompakt-SUV ASX und dem Familien-SUV Outlander schließen. Die Konkurrenz in diesem Segment ist groß. Da braucht man mit einem biederen Allerwelts-Design nicht kommen. Also ging man bei Mitsu-bishi offensichtlich in die Vollen und holte die grobe Kelle raus. Und eines ist auf jeden Fall schon mal gelungen: Dieser Wagen ist ein Hingucker. Das wurde auch im Testzeitraum deutlich. Denn wo immer man mit dem Eclipse Cross um die Ecke bog, waren einem die Blicke der Menschen am Straßenrand sicher. Das Ziel, sich mit einem betont eigenständigen Äußeren vom Mainstream der Klasse abzusetzen, ist definitiv erreicht. Bleibt abzuwarten, ob das auch bei der Kundschaft auf Gegenliebe trifft oder man den Bogen vielleicht doch etwas überspannt hat.

Robust, aggressiv, dynamisch, kompakt, kraftvoll. Diese fünf Attribute passen wohl ganz gut zu dem, was man sieht. Ausdrucksstark ist die markante Front, die sich wie ein Puzzle aus einer Vielzahl von extravaganten Elementen zusammensetzt, die sich in Form und Farbe unterscheiden. Irgendwie werden da Erinnerungen an die Transformers-Filme geweckt.

Ähnlich ist es beim Rücken. Auch hier fügen sich die einzelnen Bauteile mit klarer Kante zusammen. Die horizontal geteilte Scheibe und eine extravagante LED-Rückleuchtengrafik verstärken diesen Eindruck mit Vehemenz.

Regelrecht gediegen wirkt dagegen schon die Seitenansicht des Eclipse Cross. Hier herrschen klare, aber fließende Linien vor und versprühen neben einer wohltuenden Ruhe auch ein gewisses Maß an Eleganz.

Summa summarum ist das schon eine sehr bunte Mischung, die Mitsubishi da auffährt. Aber es geht noch bunter. Denn die zur Verfügung stehende Farbpalette ist – wer hätte das gedacht – sehr umfangreich und gibt Gelegenheit, dieses sehr individuelle Fahrzeug noch individueller zu gestalten.

Von „Dynamik-Rot“ über „Sterling-Silber“ bis „Panther-Schwarz“ ist alles zu haben. Der Testwagen war übrigens „Bronze-Braun“. Ein Naturton, der „nobel-rustikalen Charme“ vermitteln soll.

Diese Wortwahl passt auch gut, wenn man den Innenraum des Coupé-SUVs beschreiben will. Hier zeigt sich Mitsubishi nicht so experimentierfreudig und setzt auf Bewährtes. Das betont fahreroptimierte Cockpit ist klar strukturiert. Alles hat seinen Platz. Die ausgesuchten Materialien sind gut verarbeitet.

Auf großen Schnickschnack wurde verzichtet, wenn man mal vom durchaus nützlichen Head-up-Display und dem per Touchpad steuerbarem Infotainmentsystem (optional) absieht. Erwähnenswert sind die bequemen Sitze, die guten Seitenhalt und hohen Reisekomfort bieten. Auch für fünf Personen, denn das Platzangebot ist absolut ausreichend, zumal sich die Rücksitze um bis zu 20 Zentimeter in Längsrichtung verschieben lassen.

Je nach Sitzkonfiguration bietet das Ladeabteil des Eclipse zwischen 378 und 485 Liter Stauraum, der sich durch Umklappen der geteilten Rücksitzlehne auf bis zu 1159 Liter vergrößern lässt.

Beim Antrieb ist ebenfalls einiges geboten: Für ausreichend Vortrieb sorgt ein neu entwickelter Turbo-Benziner mit 1,5 Litern Hubraum, Direkteinspritzung und einer Leistung von 163 PS sowie serienmäßigem Start-Stopp-System. In der frontgetriebenen Ausführung (ab 21 990 Euro) stehen ein manuelles Sechsgang- oder ein CVT-Automatikgetriebe (1700 Euro Aufpreis) zur Auswahl. Die dritte Antriebsvariante ist mit dem Allradsystem S-AWC und der CVT-Automatik kombiniert (ab 29 190 Euro, Testversion). Komplettiert wird das Angebot durch einen überarbeiteten 2,2-Liter-Turbodieselmotor mit Allradantrieb und Achtgang-Automatikgetriebe.

Am Steuer des Eclipse Cross mit Benzinmotor und CVT-Getriebe bleibt der Fahrspaß nicht auf der Strecke. Der immerhin gut 1,6 Tonnen schwere Wagen kommt gut und schnell auf Touren, liegt satt auf der Straße und ist ein bequemer Begleiter – über Land, aber auch und vor allem auf längeren Autobahnstrecken.

Was Sicherheits- und Komfortausstattung beim Eclipse Cross angeht, bietet Mitsubishi all das an, was marktüblich ist. Beinahe alles ist bereits im Serienumfang enthalten, je nachdem für welche Ausstattungslinie („Basis“, „Plus“, „Intro Edition“ oder „Top“) man sich entscheidet. Entsprechend kurz ist die Aufpreisliste, auf der unter anderem ein Panorama-Glasschiebedach (1000 Euro) zu finden ist.