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Motorrad-Tuning: Schöner schrauben

Archivartikel

Für viele Biker beginnt der Spaß am Motorrad erst, wenn die Maschine nach der Ausfahrt abgestellt oder zum Überwintern in der Garage geparkt ist. Der TÜV Süd warnt allerdings vor Nachlässigkeit beim Customizing. Seit einigen Jahren steigt die Lust der Motorradfahrer an der Individualisierung des Bikes - und zwar über alle Motorradgattungen hinweg. Ob Chopper, Scrambler oder Naked Bike: es wird verändert was das Zeug hält. Hersteller und Zubehörhandel freut es, der TÜV Süd hat einige Bedenken und Tipps für Schrauber.

Die Regularien rund um den Umbau seien vielfältig, selbst wenn Teilegenehmigungen vorliegen, betont der TÜV Süd. Demnach gilt: "Bremsleitungen, Lenker, Bremsen, An- und Abbauten, Fußrasten und, und, und - jede Änderung am Serienmodell erfordert immer eine ganzheitliche Betrachtung", sagt Lars Krause, Motorradexperte bei TÜV Süd. So könne beispielsweise alleine die Kombination von Komponenten ein Änderungsgutachten nach Paragraph 19 der Straßenverkehrs- und Zulassungsordnung (StVZO) erforderlich machen, obwohl Teilegutachten vorliegen.

Daher sei es empfehlenswert, Experten bei einem Umbau hinzuzuziehen. Möglicherweise ändere sich die Fahrphysik, oder es kämen durch Umbaumaßnahmen scharfe Kanten zum Vorschein. Bei aller Liebe zur Individualisierung sollte keinesfalls die Verkehrssicherheit außer Acht gelassen werden, empfiehlt die Prüforganisation. Vorsicht sei auch bei der Einfuhr von Motorrädern aus Drittstaaten geboten. Hier werde in der Regel eine sogenannte Vollabnahme fällig, es muss also ein Vollgutachten nach Paragraph 21 StVZO angefertigt werden.