Auto

Musterfeststellungsklage gegen VW eingereicht

Archivartikel

Paukenschlag zum Monatsanfang: Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat jetzt in Zusammenarbeit mit dem ADAC die erste Musterfeststellungsklage eingereicht. Damit soll geprüft werden, ob VW seinen Kunden grundsätzlich Schadenersatz wegen der Manipulation der Motorsoftware schuldet.

Der Klage können sich Käufer von Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda mit Dieselmotoren des Typs EA 189 (Hubraum: 1,2, 1,6, 2,0 Liter) anschließen. Der Grund: In diesen Autos wurde eine illegale Abschalteinrichtung verwendet, "was zum Rückruf durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) oder einer vergleichbaren europäischen Genehmigungsbehörde geführt hat", so ein ADAC-Sprecher.

Grund zur Eile gebe es nicht: Das Klageregister werde voraussichtlich Mitte November eröffnet. Und Eintragungen seien erst ab diesem Zeitpunkt möglich - kostenlos und ohne Anwaltszwang. "Durch eine Anmeldung im Klageregister können Betroffene verhindern, dass ihre Ansprüche verjähren", erklären die beiden Organisationen. Die Musterklage könne nur dann geführt werden, wenn sich innerhalb von zwei Monaten mindestens 50 betroffene Verbraucher anmelden.

Dabei geht es nicht um die Ansprüche Einzelner, sondern um grundsätzliche Themen - etwa, ob VW unrechtmäßig gehandelt hat. Der ADAC: "Im Verfahren wird nicht die Auszahlung des Schadenersatzes an die einzelnen Betroffenen geklärt." Dies könne entweder durch einen Vergleich zwischen den Parteien oder - nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens - durch individuelle Klagen der Betroffenen selbst geregelt werden.