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Nach Absturz: LBA prüft Maßnahmen

Nach dem Absturz einer Boeing 737 MAX 8 in Äthiopien mit 157 Toten mehren sich die Sicherheitsbedenken bezüglich des Flugzeugtyps - zumal es bereits der zweite Absturz binnen sechs Monaten war. Deutsche Airlines nutzen das Flugzeug zwar nicht - Startverbote auf deutschen Flughäfen sind dennoch denkbar.

Auf Nachfrage des Motor-Informations-Dienstes (mid) beim Luftfahrt-Bundesamt (LBA) teilt die Behörde mit: "Bei deutschen Fluggesellschaften werden zur Zeit noch keine Boeing 737 MAX im regelmäßigen gewerblichen Linienverkehr mit Passagieren eingesetzt." Eine Boeing 737 MAX habe bislang nur eine vorläufige Verkehrszulassung erhalten, für sieben Flugzeuge dieses Typs liege derzeit nur eine Vormerkung für eine D-Registrierung vor, so die Informationen seitens des LBA. Beim jüngst verunfallten Modell 737 MAX 8 handelt es sich um die Konfiguration der Boeing 737 MAX mit maximal 210 Sitzplätzen und einer Länge von 39,52 Metern.

Weiter erklärt die Luftfahrtbehörde: "Das LBA ist grundsätzlich berechtigt, für D-registrierte Luftfahrzeuge ein Startverbot auszusprechen." Bei ausländischen Luftfahrzeugen wäre dies dem LBA zufolge zum Beispiel im Rahmen von Vorfeldkontrollen und einem vorliegenden Grund, wie nicht durchgeführte Wartungsarbeiten oder AD/LTA Lufttüchtigkeitsanweisungen, möglich. Die AD/LTA Lufttüchtigkeitsanweisungen sollen bei zugelassenen Flugzeugtypen, die sich nachträglich als mangelhaft erweisen, dafür sorgen, dass durch zusätzliche Wartungen und Reparaturen die Sicherheit gewährleistet ist.

Derzeit wird nach Information des LBA seitens des Bundesverkehrsministeriums gemeinsam mit dem Luftfahrt-Bundesamt und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) geprüft, welche Maßnahmen anlässlich der jüngsten Ereignisse mit Boeing 737 MAX 8 zu treffen sind. Boing hatte bekannt gegeben, dass für den Flugzeugtyp an umfangreichen Software-Updates gearbeitet werde, um ein "sicheres Flugzeug noch sicherer" zu machen.