Auto

Porsche 911 GT3 R: Sieg zum Abschied

Archivartikel

Der Porsche 911 GT3 R hat auf den Rennstrecken rund um den Globus Geschichte geschrieben. Jetzt hat sich der Sportwagen standesgemäß verabschiedet - und das am anderen Ende der Welt. Denn Porsche hat erstmals das berühmte 12-Stunden-Rennen im australischen Bathurst gewonnen. Die anspruchsvolle Rennstrecke ist etwa zwei Autostunden westlich der Metropole Sydney gelegen. Und es kullerten bei den Verantwortlichen nicht nur Freudentränen. Da es der letzte Einsatz des Porsche 911 GT3 R bei einem Langstrecken-Klassiker war, kam am Ende sogar etwas Wehmut auf.

Die Rennfahrer Dirk Werner (Würzburg), Matt Campbell (Australien) und Dennis Olsen (Norwegen) fuhren im GT3-Auto von des Teams EBM als Erste ins Ziel. Das junge Kundenteam von Porsche-Werksfahrer Earl Bamber (Neuseeland) setzte sich gegen die erfahrenen Mannschaften von insgesamt acht Herstellern durch.

Und es war ein Sieg auf der letzten Rille: Innerhalb der letzten 20 Minuten des Langstreckenrennens über zwölf Stunden überholte Lokalmatador Campbell drei Fahrzeuge in direkten Duellen und brachte den Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 912 an die Spitze des Feldes.

In Bathurst kam letztmals die 2018er-Version des rund 500 PS starken GT3-Autos zum Einsatz. In der Erfolgsliste des Rennfahrzeuges aus Weissach stehen unter anderem der Gesamtsieg bei den 24 Stunden am Nürburgring sowie Titelgewinne im ADAC GT Masters und in der nordamerikanischen Pirelli World Challenge.

Ab dem zweiten Saisonrennen im kalifornischen Laguna Seca werden die Porsche-Kundenteams auf die neue Version des Fahrzeuges umsteigen, die erst vor wenigen Tagen in Daytona (USA) Rennpremiere feierte. Der neue 911 GT3 R bietet unter anderem in den Bereichen Fahrbarkeit, Aerodynamik und Kinematik zahlreiche Verbesserungen, teilt der Sportwagenhersteller mit.