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Porsche-Fahrer zu schnell, aber schlau genug

Archivartikel

Sie sind die Punkte-Sammler vom Dienst: Porsche-Fahrer. Die Flensburger Kartei ist gespickt mit Sünden der Sportwagen-Piloten. Doch in der Unfallstatistik tauchen Porschefahrer nur selten auf. Das geht aus einer aktuellen Datenauswertung hervor.

Jeder zehnte Porsche-Halter gibt bei Abschluss einer Kfz-Versicherung an, Eintragungen im Fahreignungsregister des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg zu haben. Der Anteil der Punktesünder ist bei Porsche rund 61 Prozent größer als im Schnitt aller betrachteten Automarken. Im Durchschnitt haben 6,2 Prozent der Kunden von Check24 Punkte in Flensburg.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Halter von Jaguar (8,9 Prozent) und Volvo (7,9 Prozent). Auch die deutschen Automarken BMW, Audi, Mercedes-Benz und VW liegen über dem Schnitt. Am ehesten halten sich Nissanfahrer sowie Halter eines Daihatsu oder Chevrolet an die Verkehrsregeln. Nur fünf Prozent haben Punkte in Flensburg.

Obwohl Porschefahrer laut Punktesünder-Ranking flott unterwegs sind, bauen sie am seltensten Unfälle. Mit lediglich 2,7 Prozent melden Porschefahrer ihrer Versicherung am seltensten einen Kfz-Haftpflichtschaden. Offensichtlich sind die Fahrkünste von Porsche-Haltern überdurchschnittlich ausgeprägt. Die zweitwenigsten Unfälle verursachen Jaguarbesitzer (3,1 Prozent). Im Ranking der Punktesünder landen sie auf dem zweiten Platz.

Spitzenreiter bei Unfällen sind Halter von Volvos. 6,6 Prozent der Halter des schwedischen Fahrzeugherstellers haben in den vergangenen drei Jahren einen Haftpflichtschaden gemeldet. Ebenfalls viele Unfälle haben Lancia- und Subarufahrer verursacht.