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Porsche präsentiert Urversion des "917"

Der Porsche 917 gehört zu den berühmtesten Rennwagen aller Zeiten. Sein Debüt hatte der Bolide auf dem Genfer Autosalon im März 1969. Der Motor-Informations-Dienst (mid) war damals dabei. Das Porsche-Museum hat nun den runden Geburtstag zum Anlass genommen, den allerersten 917 in den Ursprungszustand seiner Erstpräsentation vor 50 Jahren zurückzuführen.

Der 917-001 war im Verlauf der Zeit vielen Veränderungen ausgesetzt. "Unsere Einstellung zum authentischen Umgang mit klassischen Fahrzeugen hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich gewandelt," erklärt Achim Stejskal, Leiter des Porsche-Museums. Bei der Restaurierung seiner Sportwagen aus der historischen Unternehmenssammlung legt das Museum großen Wert auf den Erhalt originaler Substanzen unter Berücksichtigung der jeweiligen Geschichte seiner Exponate.

Der 917-001 markiert den Beginn einer beispiellosen Karriere der 917-Rennwagen. Der für den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans und den Gewinn der Marken-WM konzipierte Gruppe-4-Sportwagen 917-001 entsteht als erstes von insgesamt 25 für die Homologation notwendigen Exemplaren. Chefkonstrukteur ist Hans Mezger, der nicht nur für den Zwölfzylindermotor, sondern auch für das Gesamtfahrzeug verantwortlich zeichnet.

Vom 14. Mai bis 15. September 2019 würdigt das Porsche-Museum das 50. Jubiläum des 917 im Rahmen einer umfangreichen Sonderausstellung mit dem Titel "50 Jahre 917 - Colours of Speed". Insgesamt 14 Exponate - darunter allein zehn 917-Exemplare mit zusammen 7.795 PS - werden zu sehen sein. Zum ersten Mal präsentiert das Porsche-Museum der Öffentlichkeit eine 917-Designstudie als Hommage an den ersten Le-Mans-Sieger von 1970.

Der mid war Zeuge der Modell-Präsentation und schrieb am 17. März 1969: "Der neue in Genf vorgestellte Porsche Typ 917 - als Rechtslenker ausgeführt - ist ein 4,5 Liter 12-Zylinder-Sportwagen mit 520 PS, 5-Gang-Getriebe, der es auf 320 km/h bringt. Sein Gitterrohrrahmen besteht aus Präzisionsleichtmetallrohr, er ist mit Motor, Hinterachse und Vorderachse verschraubt. Die festen Karosserieteile sind mit dem Rahmen durch Glasfasermatten und Polyesterharz verbunden. Für Rennstrecken mit Höchstgeschwindigkeiten über 240 km/h kann der Porsche 917 mit einem Höchstgeschwindigkeitsheck gefahren werden."

Der komplette damalige Bericht des Motor-Informations-Dienstes (mid) ist nachzulesen in der reich bebilderten "mid-Zeitreise" vom 8. März 2019.