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Renault macht Tempo bei der Elektromobilität

Archivartikel

In Sachen Elektroautos hat Renault einen richtig guten Lauf: 2017 waren die Franzosen Marktführer in Europa und in Deutschland. Mit dem Zoe stellten sie auch gleich noch das jeweils meistverkaufte E-Modell. Ein Erfolg, der nicht von ungefähr kommt. Renault ist Pionier in diesem Bereich. Die E-Strategie der Marke weist bis ins Jahr 2009 zurück, als auf der IAA gleich vier elektrische Konzeptstudien gezeigt wurden. Mittlerweile umfasst das "elektrische" Angebot schon vier Modelle. Und bis 2022 sollen es doppelt so viele werden.

Zwei deutliche Signale zeigen, wie ernst es Renault mit dem elektrischen Antrieb ist. Zum einen hat die Marke gerade angekündigt, in den nächsten Jahren eine Milliarde Euro in vier Produktionsstätten in Frankreich zu investierten. Damit werden die Kapazitäten ausgebaut, um die stark steigende Nachfrage nach Fahrzeugen mit reinem Batteriebetrieb langfristig erfüllen zu können. So werden etwa am Standort Flins die Produktionzahlen des Zoe verdoppelt und zudem bereits in die nächste Modellgeneration des Kleinwagens investiert. Zu Orientierung: 2017 wurden in Flins knapp 30.000 Einheiten von Europas meistgekauftem Elektroauto gebaut.

Und zum anderen einen wurde gerade in Berlin ein Concept Store für Elektrofahrzeuge eröffnet, als zweites seiner Art in Europa, auf historischem Boden: Das Renault Electric Vehicle Experience Center liegt ganz in der Nähe des Hauses, in dem vor 111 Jahren die erste deutsche Renault-Niederlassung gegründet wurde. Die Besucher können dort auf einem digitalen Erlebnis-Parcours die Elektromobilität kennenlernen. Neben Testfahr-Möglichkeiten gibt es Infos zur E-Infrastruktur, zur Ladetechnik und zu Fördermöglichkeiten.

Schon jetzt wurde das Angebot deutlich ausgebaut, und zwar durch die stärkere Zoe-Version mit 80 kW/108 PS und einem neuen, größeren Akku mit einer Kapazität von 41 kW/h, der eine Praxis-Reichweite von rund 300 Kilometern ermöglicht. Außerdem im E-Portfolio von Renault: der flinke kleine Twizy, der Kangoo Z.E. und seit kurzem der Lieferwagen Master Z.E.

Renault hat alle Weichen gestellt, damit die Erfolgsstory weitergeht: "Bis 2022 werden wir unsere Elektropalette auf acht rein elektrisch betriebene Fahrzeuge erweitern", verspricht Gilles Normand, Senior Vice President Electric Vehicles bei Renault. Entscheidend für das jetzige und das künftige Modellprogramm ist laut Renault, dass die Elektro-Modelle erschwinglich sind und sich problemlos ins Alltagsleben einfügen - etwa durch die passende Reichweite. Beide Voraussetzungen erfüllt der Zoe schon jetzt: Er ist in der Basisversion mit 22 kWh-Akku schon ab knapp 22.000 Euro zu haben. Wird davon noch die E-Auto-Prämie in Höhe von 5.000 Euro abgezogen, bleiben gerade mal knapp 17.000 Euro übrig - und dieser Preis liegt fast schon auf Benziner-Niveau, bei deutlich niedrigeren Unterhaltskosten.