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So sehr schützt ein Helm Radfahrer wirklich

Stürze sind bei Radfahrern keine Seltenheit. Leider sind dabei auch schwere Kopfverletzungen an der Tagesordnung. Deshalb werden Ärzte nicht müde, Radfahrern zum Tragen eines Helmes zu raten.

Denn ein Fahrradhelm schützt bei einem Sturz davor, sich ernsthaft am Kopf zu verletzen. Und das sehr effektiv. "Er reduziert die Energie, die bei einem Aufprall auf den Schädel wirkt und verringert das Risiko, tödliche Hirnverletzungen zu erleiden, um 60 bis 70 Prozent", sagt Dr. Marc Schult, Chefarzt der Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie und Ärztlicher Direktor der Asklepios Klinik Nord - Heidberg in Hamburg.

Er verrät aus seinem Berufsalltag, dass er in der Notaufnahme häufig Unfallopfer versorge, die dank Helm ohne schwerwiegende Verletzung davongekommen seien. "Radfahrer hingegen, die bei Bagatellstürzen keinen Helm auf hatten, haben oftmals schwere oder gar lebensgefährliche Verletzungen. Ein Helm schützt also - man muss ihn nur tragen", sagt Schult.

Sein Rat: Eine Fachberatung in einem Sportladen oder einem Fachgeschäft, das auf Fahrradhelme spezialisiert ist. "Nur ein Helm, der der Prüfnorm DIN EN 1078 entspricht, bietet auch Schutz im Straßenverkehr", sagt Schult. Und nicht vergessen: Viel wichtiger als die Optik ist, dass der Helm gut passt und angenehm zu tragen ist.