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Spanische Fahrfreude der "Sechziger"

Seat gehört zwar seit 1986 zum VW-Konzern, war aber mal eine selbstständige spanische Marke. Auf der Techno Classica in Essen stehen nun Modelle aus den späten 1960er Jahren im Rampenlicht.

Sie feiern gerade ihren 50. Geburtstag. 1969 kam beispielsweise der Seat 1430 auf den Markt. Das Modell ist eine Weiterentwicklung des Seat 124 und gilt als Inbegriff der vollendeten spanischen Limousine. Diese und noch andere Seat-Modelle der 1960er und 1970er Jahre sind auf der Messe (noch bis 14. April 2019) zu bewundern.

Erkennungsmerkmale sind die Doppelscheinwerfer (der "124" hatte nur Einfachscheinwerfer) und die größeren Heckleuchten. Unter der Haube befindet sich ein 51-kW-Motor (70 PS) mit einem Hubraum von 1,438 Litern. Damit leistet er rund 7 kW/10 PS mehr als der standardmäßige 1,2-Liter-Motor des Vorgängers.

Dem "1430" hat Seat zudem einige Höhepunkte seiner Motorsportgeschichte zu verdanken: Die leistungsstärksten Modelle waren in den Rallye-Meisterschaften sehr erfolgreich und konnten Mitte der 1970er-Jahre vier spanische Rallyes für sich entscheiden - ein goldenes Zeitalter für "Seat Competicion", die damalige Rennsportabteilung der Marke.

Apropos Rennsport: Sein Motor kam auch in der Formel 1430 zum Einsatz - der ersten spanischen Rennserie für Einsitzer, die Seat Anfang der 1970er-Jahre ins Leben rief. Die Formel 1430 galt als Sprungbrett für spanische Rennfahrer.