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Test Honda CR-V 1.6 i-DTEC 4WD Bestseller aus Japan bietet viel Platz, Flexibilität und gute Fahreigenschaften

Stiller Superstar im SUV-Segment

Archivartikel

Gut aussehend, praktisch, geräumig, flexibel, familienfreundlich: Der Honda CR-V bietet alles, was ein erfolgreiches SUV haben muss, zu einem vernünftigen Preis. Das Gesamtpaket stimmt.

Im Alltag ist der CR-V (ab 23 990 Euro) ein eher unauffälliger Vertreter. Das ändert aber nichts daran, dass dieses Auto unheimlich erfolgreich ist. Ein Welt-Bestseller, kann man sagen. Oder: Ein stiller Superstar im SUV-Segment.

Seit der Einführung der ersten Generation 1996 wurde er millionenfach verkauft. Inzwischen ist die vierte Auflage auf dem Markt und weiter rekordverdächtig unterwegs. 2015 sicherte sich der CR-V den Titel als meistverkauftes SUV der Welt. Deutschland und Europa sind dabei zwar nicht die Spitzenmärkte. Mit einem Facelift wurde im vergangenen Jahr aber ganz gezielt nochmals nachgeschärft, um auch hier mehr Marktanteile zu ergattern. Und Generation fünf steht schon in den Startlöchern.

Das Erfolgsgeheimnis des CR-V dürfte die gesunde Mischung aus all den Eigenschaften sein, die ein Fahrzeug für Kunden interessant machen. Angefangen beim Design, das unaufgeregt ist, aber auch ein schönes Zusammenspiel aus Dynamik, Eleganz und der Robustheit, die man von einem SUV erwartet. Typisch Honda ist die Frontpartie mit dem markanten Grill, verhältnismäßig kurzer Motorhaube und schmalen Scheinwerfereinheiten, die sich galant bis in die Fahrzeugseiten hineinziehen.

In der Seitenansicht kommt der klassische SUV-Charakter voll zur Geltung: Hochbeinig, mit viel Bodenfreiheit und großen Radhäusern zeigt der optional mit Allradantrieb erhältliche CR-V, dass er auch Schotterpisten, nasse Wiesen oder Waldwege nicht scheuen muss.

Der Blick auf das Heck lässt dagegen sofort erahnen, was der Wagen an Kapazität für Gepäck aller Art hat und dass er sich bestens als Transporter eignet. Die riesige, weit nach oben öffnende Kofferraumklappe ist quadratisch, praktisch, gut und bietet größtmöglichen Zugang zu einem gewaltigen Laderaum. Bis zu 1669 Liter passen rein.

Im Innenraum punktet der geräumige Japaner zusätzlich durch seine Flexibilität. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Personenwagen zum Transporter mit ebener Ladefläche umwandeln, so dass sich auch sperrige Güter wie Waschmaschine oder Vitrine gut und sicher verstauen lassen. Da das sicher nicht die Regel, sondern eher die Ausnahme ist, kommt natürlich der Rolle als Familienkutsche eine besondere Bedeutung zu. Aber auch hier schlägt sich der CR-V sehr gut. Fünf groß gewachsene Personen finden auch auf längeren Etappen bequem Platz. Kopf- und Beinfreiheit sind auf den bequemen Sitzen reichlich vorhanden. Pluspunkte gibt es auch für die gute Übersicht und die leichte Bedienbarkeit, Abzüge dagegen für das viele Plastik und die insgesamt altmodische Anmutung des gesamten Cockpits.

Bei der Liste der Motoren ist man schnell durch – es gibt nämlich nur zwei. Einen Zweiliter-Benziner mit 155 PS (ab 23 990 Euro) – optional mit Allradantrieb (ab 25 990 Euro) – und einen 1,6-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen mit 120 PS und Frontantrieb (ab 27 590 Euro) sowie 160 PS und Allradantrieb (ab 33 690 Euro). Serienmäßig sind alle Versionen mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Gegen Aufpreis sind aber auch ein Fünfgang-Automatikgetriebe für den Allrad-Benziner (1900 Euro) sowie eine Neungang-Automatik für den Allrad-Diesel (2100 Euro) verfügbar.

Auch wenn man es bei einem 1,7-Tonner nicht erwartet – die 160-PS-Maschine gibt keinen Grund zur Klage. Dank doppelter Aufladung ist vom Turboloch keine Spur. Auch beim Überholen geht es gut voran, so dass man sich mit dem CR-V weder auf der Autobahn noch auf der Landstraße verstecken muss. Gut gelöst ist der Einsatz des Allradantriebs. Dieser schaltet sich einfach ab, wenn er nicht benötigt wird.

Übrigens: Noch in diesem Frühjahr schickt Honda eine neue, fünfte Generation des CR-V auf den europäischen Markt. Einen Vorgeschmack auf das neue Erscheinungsbild gab zuletzt die Vorstellung des Prototyps eines Hybridmodells des CR-V im September auf der IAA in Frankfurt. Die Designsprache des neuen CR-V soll sich vor allem durch sportlich-elegante Elemente auszeichnen. Zudem wird er wohl breiter, höher und länger sein als das aktuelle Modell und sich mit schlanken A-Säulen, schärfer konturierter Motorhaube und markanter Heckpartie präsentieren. Man darf gespannt sein.