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Veterama 2018: Schrille Vögel und ein Aussteller-Rekord

Was für ein Saisonauftakt in Hockenheim! Bei strahlendem Sonnenschein lockte das Veterama-Wochenende zahlreiche Besucher an eine der schönsten Rennstrecken Europas, um sich vor Ort von der Automobil- und Zweiradgeschichte begeistern zu lassen. Nun im sechsten Jahr auf dem Hockenheimring hat sich die Messe etabliert und viel internationales Publikum als Käufer und Verkäufer hinzugewonnen.

Das Freigelände rund um den Ring wurde wie jedes Jahr zum Fundort für Ersatzteile, Komplettfahrzeuge, Zubehör, Lektüre, Dienstleister rund um das Thema Restaurierung, Werkzeug und allerlei historischer Technik. Wer nach neuer Betätigung in der heimischen Werkstatt sucht, der kann auf dem Hockenheimring fündig werden. Was bedeutet eigentlich "Veterama"? Hinter diesem Kürzel verbirgt sich nichts anderes als der Begriff "Veteranen-Markt".

Viele Teilnehmer aus dem Ausland hatten noch nach Anmeldeschluss ihre Unterlagen eingereicht. Diese Händler reisten überwiegend mit interessanter Vorkriegsware an. Um all diesen neuen Teile-Händlern noch Standplätze einzurichten, wurden sogar einige Zusatzbereiche hinzugefügt. Dabei konnten auf dem neuen Feld 9 und hinter dem berühmten Sachshaus neue Ausstellungs- und Verkaufsflächen erschlossen werden. In Halle 2 gab es traditionell die Oldtimer-Clubs mit ihren Informationsständen.

Das eine oder andere Schnäppchen wurde getätigt, der stolze neue Besitzer sollte allerdings immer im Vorfeld prüfen, ob es sich hierbei auch um Originalware handelt. Heutzutage wird im Osten so viel Material nachgefertigt, angefangen von Ersatzteilen wie Motorrad-Kotflügeln bis hin zu historischen Reliquien. Diese stellen sich im Nachhinein oft als Fake heraus, und es ist ärgerlich, viel Geld für Replika zu bezahlen. Der sogenannte "Scheunenfund" ist in Deutschland mittlerweile so gut wie ausgestorben.

Motorsport-Atmosphäre pur gab es beim DRX-Testtag. Hier konnten Veterama-Besucher PS-strotzende Tourenwagen in Aktion erleben.

Jutta Bernhard / mid