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VW ID. R: Rekordversuch auf der Nordschleife

Archivartikel

Im Sommer 2019 soll er fallen, der Streckenrekord für E-Mobile auf der Nürburgring-Nordschleife. 20,8 Kilometer volle Power und mit einem Durchschnittstempo von 185 km/h soll Fahrer Romain Dumas mit dem VW ID. R auf den Asphalt zaubern. Und dazu muss wirklich jedes Detail passen.

Etwa der Ladezustand der Akkus, die auf der Rennstrecke und speziell auf der drei Kilometer langen Geraden namens "Döttinger Höhe" massiv gefordert werden und die vollen 680 PS Systemleistung garantieren müssen.

François-Xavier Demaison, Technischer Direktor Volkswagen Motorsport: "Entscheidende Bedeutung kommt dabei der optimalen Ladung vor dem Start und der Rekuperation während der Fahrt zu." Nicht maximale Reichweite ist in diesem Fall gefragt, sondern eine möglichst hohe Leistungsabgabe. Dafür zuständig ist eine Lithium-Ionen-Batterie aus acht Modulen mit jeweils 56 Zellen, aufgeteilt in zwei Blöcke neben dem Fahrer und hinter dem Monocoque.

Im VW-Servicepark hängt der ID.R an zwei Schnellladesystemen mit geringer Anschlussleistung, um die Wärmeentwicklung gering zu halten und trotzdem die Akkus innerhalb von 20 Minuten zu füllen. Außerdem sorgt eine Klimaanlage unabhängig von der Umgebungstemperatur für ideale Lade-Bedingungen.

Und das alles ist für VW kein Selbstzweck. Im ID.-R-Akku steckt Know-how aus der Serienforschung. "Erkenntnisse aus den Einsätzen fließen auch in die Serienentwicklung der ID.-Familie ein", heißt es bei den Niedersachsen. Beispielsweise auch beim Thema Rekuperation. Denn damit fabriziert der Rennwagen rund zehn Prozent der benötigten Energie selbst.