Auto

Wasserstoff aus Sonnenenergie

Um Wasserstoff für Autos mit Brennstoffzelle herzustellen, benötigt die Industrie zunächst Strom. Autobauer Toyota gewinnt diesen nun aus erneuerbaren Energien. Im Werk Motomachi in der Präfektur Aichi haben die Japaner eine neue Anlage namens "SimpleFuel" installiert, die Wasserstoff erzeugt, speichert und an Brennstoffzellenfahrzeuge liefert.

Die Station nutzt hierfür den Strom, der aus den Solarmodulen auf dem Dach der Produktionsstätte stammt. Die Sonnenkraft liefert die Energie für die Anlage, die Wasser mittels Elektrolyse in Wasser- und Sauerstoff zerlegt. Täglich werden so rund 8,8 Kilogramm Wasserstoff produziert, verdichtet und unter Druck gesetzt.

Mit dieser Menge ließen sich sieben bis acht der Brennstoffzellen-Gabelstapler betanken, die im Werk unterwegs sind, teilt Toyota mit. Besonders praktisch dabei: Aufgrund der kompakten Größe nehme die Anlage nur wenig Raum ein und könne daher strategisch günstig platziert werden.

Um die CO2-Emissionen in der Fertigung noch weiter zu minimieren, ersetzt Toyota konventionell angetriebene Gabelstapler sukzessive durch Brennstoffzellen-Pendants. Wie klassischen Brennstoffzellenfahrzeuge wie der Toyota Mirai (Kraftstoffverbrauch Wasserstoff kombiniert: 0,76 kg/100 km; Stromverbrauch kombiniert: 0 kWh/100 km) emittieren so weder CO2 noch andere Schadstoffe - bei uneingeschränkter Alltagstauglichkeit und kurzen Tankzeiten. Da kann man nur sagen: Im Bereich alternativer Energien sitzt Toyota an der Quelle.