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Weltpremiere: Kia feiert den stylischen Stonic

Amsterdam-Oost, stylische Location direkt am Wasser. Früher wurde hier Wein umgeschlagen, heute Hummer serviert, jeden Montag, für 25 Euro. Diesmal ist das Hauptgericht koreanisch und heißt "Stonic" - das neue kompakte "CUV" von Kia.

Die ersten Bilder - Design-Skizzen - hatte Kia zum Anfüttern vor kurzem gezeigt. Zu sehen ist darauf ein markant gestyltes SUV, Kleinwagengröße. Knackige Linienführung, kurze Überhänge, markante Tigernase - der typische Kia-Grill also, der für die aktuellen Modelle der Marke ein sofort erkennbares Stilelement darstellt. Solche Skizzen lassen zwar meistens vermuten, wie das echte Auto aussehen wird, sind aber in der Regel ein ganzes Stück von der Realität entfernt. Auch beim Kia Stonic lässt sich die Zeichnung nicht 1:1 auf das echte Fahrzeug übertragen, aber extrem viel Fantasie ist hier auch nicht gefragt.

Der echte Stonic hält letztlich, was die Heißmacher versprochen hatten. Das Design - entstanden in Frankfurt am Main - ist gelungen, gibt dem kleinen Auto mit 4,14 Meter Länge, 1,76 Meter Breite, 1,52 Meter Höhe und 2,58 Meter Radstand eine schicke Silhouette. Peter Schreyer, der Chef-Designer von Kia, sagt: "Das Auto ist pfiffig, aber dennoch praktisch. Wir sind wirklich stolz auf den Stonic." Alltagstauglichkeit verleihen dem neuen Kia vor allem die fünf Türen, die das Einsteigen für die Fonds-Passagiere erleichtern. Und auch enge Parkplätze lassen sich einfacher nutzen, schließlich schrumpft die Länge der einzelnen Türen gegenüber einem Dreitürer.

Damit sollte der Koreaner gut gerüstet sein für das stark umkämpfte Segment dieser kleinen SUV oder CUV, also Crossover Utility Vehicle, wie dieser Fahrzeugtyp genannt wird. Gemeint ist eine Mischung aus Minivan und SUV. Um Geländetauglichkeit geht es freilich nicht, weshalb auch kein Allradantrieb zu haben ist. Der Stonic soll in der Stadt eine gute Figur machen, auf dem Boulevard oder dem Parkplatz eines angesagten Feinschmecker-Tempels.

Drei Benziner und ein Diesel-Motor stehen zur Wahl. Bei 88 kW/120 PS ist Schluss, so viel leistet der Turbo-Direkteinspritzer 1.0 T-GDI. Daneben sind im Angebot: zwei Saugmotoren mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum (62 kW/84 PS sowie 73 kW/99 PS. Hinzu kommt ein 1,6-Liter-Turbodiesel, der 81 kW (110 PS) leistet.

Trotz der flachen Linie, die das Design des neuen Kia charakterisiert, hält der Innenraum ein ausreichendes Platzangebot bereit. 352 Liter Kofferraumvolumen sind in dieser Klasse in Ordnung, erweiterbar ist der Stauraum im Heck auf bis zu 1.155 Liter. Der Boden ist zweifach höhenverstellbar und damit sehr variabel.

Die fürs Interieur verwendeten Materialien machen dagegen leider keinen richtig guten Eindruck, hier gibt es Punktabzug für den Stonic. Zwar ist auch der Innenraum frisch und modern gestylt, aber eben nicht sehr hochwertig produziert. Dafür stehen entsprechende Connectivity-Angebote wie ein Infotainmentsystem in der Ausstattungsliste, das mit Apple CarPlay und Android Auto kompatibel ist und die Handy-Apps ins Auto holt.

Dazu sind im Stonic zahlreiche aktive Sicherheitssysteme zu haben, etwa ein Spurhalteassistent mit Spurverlassenswarnung, ein Spurwechselassistent mit Toter-Winkel-Warner, ein Querverkehrwarner, ein autonomer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung und Frontkollisionswarnung sowie ein Fernlichtassistent und eine Müdigkeitserkennung.

Weil der Stonic vor allem jüngere Kunden ansprechen soll, bietet er viel Raum für Individualisierung, etwa bei den Farbkombinationen für die Außenhaut oder mit Farbakzenten im Innenraum.

So aufgestellt, könnte der Stonic in der beliebten kleinen SUV-Klasse tatsächlich Akzente setzen - im 3. Quartal 2017 geht er an den Start. Den Preis verrät Kia noch nicht, der dürfte wohl bei rund 17.000 Euro für das Einstiegsmodell liegen.