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Test Suzuki Swift 1.2 Dualjet Allgrip Kleinwagen bietet Komfort und sieht gut aus / Sechste Generation

Wendiger Stadtflitzer mit Allrad

Pfiffig sieht er aus. Und er ist praktisch. Wendig nimmt er jede Kurve. Sein Allrad-Antrieb verleiht dem Suzuki Swift dabei die nötige Stabilität.

Seit 25 Jahren steht der Kleinwagen bei vielen Fahrern hoch im Kurs. Nun ist die sechste Generation des Stadtflitzers unterwegs – und zieht die Blicke auf sich.

Sein Kühlergrill erinnert an ein breites Grinsen bis zu den Scheinwerfern, die knuffigen Glubschaugen gleichen. Dass der neue Swift alles andere als ein Langweiler ist, liegt auch an den kräftigen Lackierungen, in denen er zu haben ist. Wer will, kann zweifarbig unterwegs sein. Ebenso gelungen sein Blechkleid mit einem Mix aus Kurven und Kanten. Sie verleihen ihm wie der kurze Spoiler und die großen Rückleuchten einen sportlichen Touch. Chic, aber nicht unbedingt praktisch, sind die im Fensterrahmen versenkten Griffe der hinteren Türen.

Doch ist bekanntlich das Aussehen nicht alles. Der Swift überzeugt auch durch Komfort sowie durch Sicherheits- und Assistenzsysteme. Zudem gibt es verschiedene Motorisierungen. Von den FN wurde die Variante 1.1 Dualjet Allgrip (Allrad) getestet.

Den Vierzylinder Benziner mit 90 PS gibt es auch mit „einfachem“ Frontantrieb. Ebenso im Angebot ist der 1.0 Boosterjet mit Direkteinspritzung und Turboaufladung. Der Dreizylinder mit 111 PS ist erhältlich mit Fünf-Gang-Schalt- oder Sechs-Stufen-Automatikgetriebe beziehungsweise als „Mild Hybrid System“. Bei dem wird nach Werksangaben mit einem integrierten Startgenerator durch regeneratives Bremsen Strom erzeugt. Diese Energie unterstützt den Motor beim Losfahren oder Beschleunigen.

Die Liste der Sonderausstattungen ist recht kurz, haben die Designer doch schon allerhand in die verschiedenen Modelle hineingepackt. Los geht es mit dem Dualjet „Basic“ für 13 790 Euro, gefolgt von „Club“ (14 870 Euro). In der „Comfort“-Ausstattung ist der Swift für 15 820 Euro als Dualjet oder für 17 020 Euro als Boosterjet zu haben.

Mit Allrad ist der kleine Japaner ausschließlich in der Ausstattungslinie Dualjet „Comfort“ auf dem Markt. Das Spitzenmodell „Comfort+“ schlägt mit 19 440 Euro für den Boosterjet Hybrid beziehungsweise 20 140 Euro für den Boosterjet Automatik zu Buche.

Fahrer und Beifahrer sitzen im Allgrip bequem, selbst wenn sie etwas größer gewachsen sind. Sie kommen auch in den Genuss von Sitzheizung und elektrischen Fensterhebern, während die „Hinterbänkler“ ihre Scheiben herunterkurbeln müssen. Dafür dürfen sie sich wie ihre Vordermänner beziehungsweise -frauen über eine überzeugende Beinfreiheit freuen.

Imposant ist an dem Kleinen der Kofferraum. Wird die hintere, asymmetrisch teilbare Rückbank umgelegt, steigt sein Volumen von 265 auf 947 Liter. Störend ist jedoch der dabei entstehende Knick im Boden. Und die extrem hohe Ladekante ist alles andere als rückenschonend.

Ein willkommenes Helferlein ist die gut funktionierende Rückfahrkamera. Sie liefert auch bei schlechtem Wetter akzeptable Bilder und gleicht so die durch die breiten C-Säulen und die aufsteigende Seitenlinie eingeschränkte Sicht nach hinten etwas aus.

Zur Überschrift „Weniger ist manchmal mehr!“ passt das funktional gestaltete Armaturenbrett. Alle Daten sind gut ablesbar. Hingucker ist das in Lackoptik eingefasste farbige Grafikdisplay inklusive Navigationsgerät, das per Berührung oder Sprachanweisung einfach zu bedienen ist.

Der Bildschirm und die eleganten Einfassungen der Instrumente lenken davon ab, dass die Designer im Innenraum viel Hartplastik verbaut haben.

Und wie fährt es sich mit dem Stadtfloh? Offen gesagt, ein Sprinter ist er nicht. Das gilt vor allem bei Steigungen.

Um ihn in Fahrt zu bringen, muss er in den höheren Drehzahlbereich „gezwungen“ werden. Zudem heißt es, fleißig zu schalten (ein sechster Gang wäre wünschenswert). Dann kommt der Kleine in Schwung und kann auch auf der Autobahn mit dem Verkehr gut „mitschwimmen“. Bei 170 Stundenkilometern ist aber definitiv Schluss. Doch für einen Stadtflitzer reicht das allemal.

In der City zeigt der Swift seine wahre Größe. Enge Kurven meistert er mit Leichtigkeit. Die Lenkung ist sehr direkt, die Bremskraft hervorragend.

Insgesamt liegt der Dualjet Allgrip super auf der Straße, als ob er sich am Asphalt festsaugen würde. Im Test betrug der Spritverbrauch 6,6 Liter/100 Kilometer.