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Zurück zu den Wurzeln: Piech Mark Zero Show Car

Archivartikel

Braucht die Welt noch einen Sportwagen? Und noch einen Autohersteller? Piech sagt ja und präsentiert in Genf das Show Car Piech Mark Zero. Das soll klassische Sportwagenfeatures mit innovativen Technologien verbinden. Alles getreu dem Ziel, den Fahrer und dessen Fahrerlebnis so konsequent wie möglich in den Mittelpunkt zu rücken.

Das noch junge Unternehmen möchte in der sich wandelnden Welt der Mobilität Erlebnisse wie Echtheit, Substanz, Inspiration und Sinnlichkeit wahren. Der auf dem Genfer Automobilsalon gezeigte Bolide ist ein Allrad-Tourer mit 603 PS und fährt vollelektrisch. Er verfügt über drei Motoren mit jeweils 201 PS. Zwei davon sind an der Hinterachse und ein Motor ist an der Vorderachse angebracht. Dieses Modell sei so flexibel, dass auch ein Verbrennungsmotor hineinpassen kann, sagt der Hersteller.

Piech Automotive ist in der Schweiz ansässig. Die beiden Gründer sind der Co-CEO und Chairman Toni Piech und Co-CEO und Creative Director Rea Stark. Beide lernten sich über einen Freund in London kennen und beschlossen, ihre unterschiedlichen Stärken in einem Unternehmen zu bündeln. Anton (Toni) Piech ist der leibliche Sohn von Professor Ferdinand Piech. Und hat wie der Vater Benzin im Blut. Wobei Toni auf der Automobilmesse in Genf überhaupt keine Berührungsängste zeigt, er ist jung und offen für Fragen jeglicher Art. Der Papa wirkte dagegen immer etwas introvertiert in der Öffentlichkeit.

Wie Toni zu der Idee kam, den Piech Mark Zero zu entwickeln? "Wir haben uns nach einem Sportwagen umgesehen, der unsere Wünsche erfüllt. Aber wir haben vergeblich danach gesucht. Also haben wir beschlossen, diesen Sportwagen selbst zu bauen." Das Ergebnis soll den Geist eines klassischen Sportwagens bewahren, bei der Optik und auch dem Fahrverhalten, sagt Piech. "Das Fahrzeug ist zeitlos, fahrerorientiert aber modern und bringt deutsche Sportwagentugenden mit." Sein Partner Rea Stark sagt: "Das wichtigste Feature ist es, weniger Features zu haben. Damit man das Sportwagen-Erlebnis unverfälscht auskosten kann."

Der Batteriepartner mit einer neuen Akkutechnik kommt aus Hongkong, heißt Desten Group, Qingdao TGOOD Electric Co. Ltd. und ist für die Ladeinfrastruktur zuständig. Diese Batterien können laut Hersteller luftgekühlt werden und verfügen über eine neue Art von Zellen, die fast ohne Wärme auskommen. Daher soll der Sportflitzer ruckzuck aufzuladen sein. Preise werden noch nicht genannt, doch bis zum Jahr 2022 soll das Schmuckstück in Serie gehen. Man darf gespannt sein.

Jutta Bernhard / mid