BA-Freizeit

20 Jahre MUSIKTHEATER REX

Wenn Gerhard Polt persönlich anfragen lässt, ob er nicht einmal wieder vorbeikommen könne, dann fühlen Veranstalter sich hoch geehrt. Im 20. Jahr ihres Musiktheaters hat Rex-Chefin Margit Gehrisch am 15. März 2018 also einen kabarettistischen Höhepunkt im Programm. Aber auch andere Stars feiern den runden Geburtstag der Bergsträßer Kultur-Institution mit ganz besonderen Gastspielen in Bensheim und der Region.

Hommage an Udo Jürgens

Los geht es am 28. Dezember mit einer Hommage an Udo Jürgens: In „Schmitt singt Jürgens – die Udo-Show“ präsentiert Martin Schmitt im Bensheimer Parktheater (20.30 Uhr) eine musikalische Inszenierung voller Leidenschaft, Hingabe und Emotion. Am weißen Flügel huldigt der musikalische Allrounder dem Grand Seigneur des deutschsprachigen Chansons, der im Dezember 2014 im Alter von 80 Jahren gestorben ist. Gefühlvolle Balladen, ausdrucksstarke Soli und rockige Titel tragen das Publikum durch ein Arrangement aus Kompositionen, die das Lebenswerk des Ausnahmesängers und -pianisten aufleben lassen.

Helen Schneider

Helen Schneider ist zu erleben am 29. Dezember um 20.30 Uhr im Musiktheater Rex in der alten Güterhalle. Kaum einer Künstlerin gelingt es mit solch spielerischer Leichtigkeit, sich immer wieder aufs Neue dem Publikum zu präsentieren. Und das sowohl auf der Theaterbühne, in einer Musical-Produktion oder am Mikrofon, wenn sie ihrer Stimme eine Vielzahl von Nuancen entlockt. Aber auch als Privatperson meisterte die gebürtige New Yorkerin alle Höhen und Tiefen ihrer 64-jährigen Biografie.

Auf ihrem 2015er Album „Collective Memory“ packt die Künstlerin die Erfahrungen ihres Lebensalters in ein Dutzend Songs. Mit ihrem neuen Werk „Movin’ On“ vom Mai 2017 setzt sie ihren Weg fort. In zehn Liedern erzählt Helen Schneider, die seit zehn Jahren in Berlin lebt, von Trauer, Aufbruch und der positiven Weiterführung des Lebens.

Gerhard Polt und die Well-Brüder

Für den 15. März lädt das Rex zu einem bayrischen Abend der besonderen Art ein: Gerhard Polt und seine alten Weggefährten, die Well-Brüder, zelebrieren ein „Panoptikum Bavaricum“ fernab von weiß-blauer Weißwurstidylle und fader Bierseligkeit. Der Menschenkenner Polt bespiegelt die Abgründe des „Bayern an sich“, und die Well-Brüder Christoph und Michael (Ex-Biermösl Blosn) sowie Karl (Guglhupfa) servieren den passenden Soundtrack dazu. Die drei Sprossen der Großfamilie Well nehmen in bewährter Biermösl-Tradition in satirisch-bissigen Sketchen und Texten und unter Zuhilfenahme unzähliger Instrumente das politische Geschehen in Bayern und im Rest der Welt aufs Korn.

Gerhard Polt (in diesem Jahr 75 geworden) und die Well-Brüder machen jeden ihrer mittlerweile raren Auftritte zu einem Kabarett-Erlebnis für das Publikum – und für sich selbst. Denn mittlerweile gastieren sie nur noch dort, wo es ihnen wirklich gefällt. „Für uns ein echter Ritterschlag“, freut sich Margit Gehrisch. Der Abend beginnt um 20 Uhr in der Bensheimer Weststadthalle.

Max Mutzke

Max Mutzke hat Talent und Leidenschaft – das hat der Ausnahmesänger schon mehrfach bewiesen. Wenn seine Stimme auf die SWR Big Band trifft, dann verschmilzt das zu einer Melange aus Spielwitz und Virtuosität. Neben Mutzkes aktuellen Hits wie „Welt hinter Glas“, „Can’t wait until tonight“, „Marie“ oder „Telefon“ stehen auch Soul-Klassiker wie „Me & Mrs Jones“ oder Popsongs von Toto und den Doobie Brothers auf dem Programm. Das Publikum in der Weinheimer Stadthalle erwartet eine charismatische Stimme, verpackt in einen wallenden, zeitgemäßen Big-Band-Sound. Konzertbeginn ist um 20 Uhr. Der Vorverkauf beginnt demnächst.

Konstantin Wecker

Mit Konstantin Wecker begrüßt das Rex einen weiteren Künstler aus der 20-jährigen Biografie des Musiktheaters. Er gastiert am 17. Oktober in Trio-Besetzung gemeinsam mit der Cellistin Fany Kammerlander und Pianist Jo Barnikel in der Dreifaltigkeitskirche Worms. „Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen“, so der politisch engagierte Liedermacher, der sich seit über 40 Jahren für eine Welt ohne Waffen und Grenzen einsetzt. Nun setzt der Münchner Musiker mit zwei Mitstreitern an seiner Seite zu einem poetischen Liebesflug der ganz besonderen Art an. Das aktuelle Bühnenprogramm ist geprägt von Wut und Zärtlichkeit, von Mystik und Widerstand – und immer auch von der Suche nach dem Wunderbaren. „Ich werde nicht aufhören, von einer grenzenlosen Welt zu träumen, in der die Poesie den Parolen weiterhin erbitterten Widerstand leisten wird“, sagte Wecker bei der Verleihung des Bayerischen Staatspreises im Mai dieses Jahres. zg

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