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Ausstellung in Seeheim: Das deutsche Lesebuch im Laufe des 20. Jahrhunderts

Archivartikel

Seeheim-Jugenheim.Der Museumsverein Seeheim-Jugenheim zeigt bis 29. September im Schulmuseum, Kirchstraße 1, die Sonderausstellung „Das deutsche Lesebuch im Wandel der Epochen des 20. Jahrhunderts“. Die kommunale Schulsammlung Seeheim-Jugenheim umfasst einen großen Schatz von Fibeln und Schulbüchern aus den vergangenen 150 Jahren. Daraus präsentiert werden 14 Themen vom Blick in die deutsche Geschichte über Jugendliteratur bis zur Entwicklung des Schulbuchs im 20. Jahrhundert.

Die Ausstellung bietet Einblicke in die Erziehungsmethoden vom Kaiserreich bis zur Gegenwart. Schulbücher sind demnach weit mehr als ein Lehrmittel – sie sind nahezu in allen politischen Systemen auch ein Politikum, auf das Nationalisten wie Pazifisten, Demokraten wie Diktatoren ihre Vorstellung von Gesellschaft projizieren. Vielfach spiegeln sich in Schulbüchern Orientierungen wider, die politische Eliten ins kulturelle Gedächtnis der Nationen einschreiben wollen.

Schulbücher reflektieren aber auch den Zeitgeist – sie zeigen, was für die Mehrzahl der Menschen akzeptabel ist und gesellschaftlich verhandelt wird. Darum können auch widerstreitende Positionen im Schulbuch erscheinen. „Die Ausstellung wird deshalb von manchen Besuchern als objektiv wahrgenommen, während andere die Selektion des Museums-Teams hinterfragen werden“, heißt es in der Ankündigung. zg/BILD: Museumsverein

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