BA-Freizeit

JUNGE GEPARDEN als Publikumsmagneten

Der Opel-Zoo in Kronberg/Taunus erfreut sich weiter wachsender Beliebtheit bei den Besuchern. Fast 558 000 Gäste seien im vergangenen Jahr gezählt worden, das sei die zweitbeste Besucherzahl in der Geschichte des Zoos, sagt der Direktor Thomas Kauffels. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 2,3 Prozent. Mehr Besucher waren bislang nur im Jahr 2014 gezählt worden, als die neue Elefantenanlage eröffnet wurde.

Die Publikumsmagnete im vergangenen Jahr waren die im Juni geborenen sechs Geparden, der erste Nachwuchs seiner Art in dem Freigehege. Die fünf Männchen und das Weibchen werden auch dieses Jahr noch bei ihrer Mutter im Opel-Zoo verbringen. Geparden sind vom Aussterben bedroht, sie gelten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern als die schnellsten Landtiere der Erde.

Einen herben Verlust gab es im Herbst, als der Giraffenbulle Gregor im Alter von 13 Jahren starb. „Das ist für eine Giraffe ein kurzes Leben. Aber letztlich ist das wie in einer Familie: Nicht jeder wird 100“, sagt Kauffels. Im vergangenen Jahr waren im Zoo mit Madiba und Kiano noch zwei Nachkommen von Gregor geboren worden. Kurz vor seinem Tod hatte er noch einmal zwei Giraffenkühe beglückt – dieser Nachwuchs, der zu der bedrohten Art der Rothschildgiraffen gehört, wird für Anfang 2021 erwartet.

Neu gebaut wird im Zoo dieses Jahr eine Anlage für Lemuren. Die geplante Anlage für Flusspferde lässt dagegen aus finanziellen Gründen noch auf sich warten. „Etwa ein Zehntel der benötigten Summe haben wir bislang zusammen“, berichtete Kauffels über den Stand der Dinge des Zwölf-Millionen-Euro-Projekts. Seit vergangenem Jahr gehen von jeder verkauften Eintrittskarte 3 Euro in den Topf für das Großbauprojekt, der Opel-Zoo wird nicht subventioniert. Bis vor vier Jahren lebten dort noch Flusspferde in einer veralteten Anlage. Nach dem Tod der Flusspferddame Tana zog ihr langjähriger Gefährte Max in einen anderen Zoo.

Die 1956 gegründete Anlage im Taunus umfasst ein 27 Hektar großes Gelände und präsentiert unter anderem die einzigen Elefanten in Hessen. Außer großen Exoten gibt es beispielsweise die Feldhamster- und Ziesel-Anlage, die zur Wiederansiedlung bedrohter europäischer Tierarten beiträgt. Zudem werden verwaiste Wildkatzen aufgezogen und wieder ausgewildert. Insgesamt leben in dem Zoo 1612 Tiere aus knapp 200 Arten. lhe

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