BA-Freizeit

SPIELBERG ist zurück im Kino

Archivartikel

„Ready Player One“

Steven Spielbergs neues Spektakel. Mit dem Science-Fiction-Spektakel „Ready Player One“ kehrt Regisseur Steven Spielberg zum Popcorn-Kino zurück. In einer düsteren Zukunft flüchten sich die Menschen in eine virtuelle Realität namens Oasis. Deren Schöpfer James Halliday ruft vor seinem Tod eine Schatzsuche aus. Wer gewinnt, erbt die Oasis und Hallidays gigantisches Vermögen. Dafür ist aber umfangreiches Wissen über die Popkultur der 80er Jahre nötig. Neben den Jugendlichen Wade und Samantha will der skrupellose Konzernboss Sorrento mit allen Mitteln gewinnen. Die Jungstars Tye Sheridan und Olivia Cooke spielen die Hauptrollen in der visuell überwältigenden Romanverfilmung, die Kinoklassiker, Videospiele und Musik der 80er zelebriert. (140 Minuten, ab zwölf Jahre)

„Transit“

Christian Petzolds Kinoexperiment. Der Flüchtling Georg gelangt in Paris durch Zufall an die Papiere des Schriftstellers Weidel, der sich das Leben genommen hat. Darunter sind auch Genehmigungen für ein Transitvisum nach Mexiko. Georg erkennt schnell, welchen Wert diese Papiere haben und nimmt die Identität Weidels an. „Transit“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anna Seghers aus dem Jahr 1942 – Regisseur Christian Petzold verlagerte die Geschichte aber in unsere Gegenwart. So verwischen die Grenzen zwischen dem Damals und Heute und machen gleichzeitig Parallelen in der Historie deutlich. (101 Minuten, ab zwölf Jahre)

„Das Zeiträtsel“

Fantasievolles Familiendrama mit Oprah Winfrey. Die Eltern des Teenagers Meg arbeiten als Astrophysiker an der Erforschung von Raum und Zeit. Ihr Vater Alex glaubt an die Existenz von „Falten“ im Weltall, die es Menschen ermöglichen, komplette Galaxien schneller als das Licht zu durchqueren. Seit vier Jahren ist er jedoch in einer solchen Falte verschwunden und Mutter Kate kümmert sich um die oft zögerliche Meg und ihren unfassbar gescheiten Bruder Charles Wallace. Der lässt eines Tages Mrs. Soundso ins Haus – neben Mrs. Wer und Mrs. Welche eine von drei feenähnlichen Wesen, die Meg, Charles Wallace und Megs Schulfreund Calvin zu ihrem Vater bringen wollen. Regisseurin Ava DuVernay hat mit tollen Schauspielern ein vor allem in den USA beliebtes Jugendbuch fantasievoll modernisiert und schafft vor allem für junge Mädchen viel Identifikationspotenzial. (110 Minuten, ab 0 Jahre)

„Film Stars Don’t Die in Liverpool“

Mit Annette Bening. Die Filmbiografie erzählt die Liebesbeziehung von Schauspieler Gloria Grahame und Peter Turner. Der 26-jährige Turner verliebt sich in die 30 Jahre ältere Grahame, die Jahrzehnte vorher ein berühmter Hollywood-Star war. Doch ihre Beziehung wird immer wieder auf die Probe gestellt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen, autobiografischen Buch von Turner. (105 Minuten, ab sechs Jahre)

„Gringo“

Auf Abwegen oder warum Harold nicht mehr nett sein will. Immer nur nett sein, so kommt Harold Soyinka nicht voran. Die Chefs seines Pharmaunternehmens sind in schmutzige Intrigen verwickelt, seine Ehefrau hat eine Affäre und Geld hat er auch keins mehr. Auf einer Geschäftsreise nach Mexiko erkennt Harold, dass es sich nicht auszahlt, immer nur anständig zu sein. So inszeniert er seine eigene Entführung, ohne zu ahnen, dass er sich damit die mexikanische Drogenmafia ebenso auf den Hals hetzt wie amerikanische Rauschgiftfahnder. Ein gefährliches Abenteuer beginnt. Kurz ist auch Paris Jackson zu sehen. (110 Minuten, ab 16 Jahre)

„Ghostland“

Das französische Horrorkino ist zurück. Colleen hat das Haus ihrer verstorbenen Tante geerbt. Gemeinsam mit ihren beiden Töchtern Beth und Vera will sie die Gelegenheit nutzen, um hier in der französischen Einöde neu anzufangen. Doch schon in der Nacht ihrer Ankunft kommt es für die Familie zu einem dramatischen Zwischenfall: Fremde verschaffen sich Zutritt in die halbverfallene Villa und quälen die drei Frauen bis aufs Blut. Nur mit roher Gewalt können sie sich aus den Fängen ihrer Peiniger befreien. Viele Jahre später: Beth ist eine gefeierte Horrorbuchautorin, während Colleen in der Abgeschiedenheit auf ihre nach wie vor traumatisierte Tochter Vera aufpasst. Als Beth eines Tages einen alarmierenden Anruf erhält, reist sie zu ihrer Familie und erlebt vor Ort ein Grauen, an das sie sich nur zu gut erinnert. (91 Minuten, ab 18 Jahre)

„Die Nacht der Nächte“

Humorvolle Hommage an die Liebe. Der Dokumentarfilm porträtiert vier Paare auf drei Kontinenten, die seit mindestens 50 Jahren zusammen sind. Mit sehr viel Offenheit berichten die Männer und Frauen aus Japan, Indien, Deutschland und den USA über Höhen und Tiefen ihrer langen Partnerschaften. Der Dokumentarfilm wurde im Januar bereits mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. (97 Minuten, ab 0 Jahre)

„Pio“

Ungeschöntes Leben eines Roma-Jungen. Wie geht es zu im Leben eines 14-jährigen Roma-Jungen? Der italienisch-amerikanische Regisseur Jonas Carpignano gibt in seinem Spielfilm eine Antwort darauf. Hauptdarsteller ist Pio Amato, der im Prinzip sich selbst spielt. Er lebt mit seinen unzähligen Verwandten in Ciambra, einer Roma-Siedlung im süditalienischen Kalabrien, und tritt in die Fußstapfen seines kriminellen großen Bruders. Er klaut, trinkt, treibt sich auf Partys rum – ist aber gleichzeitig auf der Suche nach emotionalem Halt. (118 Minuten, ab zwölf Jahre)

„Das Mädchen aus dem Norden“

Skandinavisches Drama. Der fast zwei Stunden lange Film nimmt den Zuschauer mit in die schwedische Provinz Uppsala. Er handelt von der angehenden Rentierzüchterin Elle Marja, die zusammen mit ihrer Schwester eine Internatsschule in Lappland besucht. Die 14-Jährige gehört dem Volk der Sami an. Es sind die 30er Jahre – die rassistischen Vorurteile, mit denen sich Elle Marja und ihr Volk konfrontiert sehen, sind besonders schlimm. An der Schule werden diskriminierende „rassenbiologische“ Untersuchungen vorgenommen. Das Mädchen entscheidet sich zu einem radikalen Schritt. (110 Minuten, ab sechs Jahre)

„Reseba“

Drama über eine jesidische Liebe. Reko und Pero sind Jesiden und leben in einem Dorf im Irak. Das Paar will heiraten, als IS-Terroristen die Heimat der beiden überfallen. Kinder und Frauen werden entführt, darunter auch Pero. Reko macht sich auf eine verzweifelte Suche. Das Werk des Regisseurs Hussein Hassan nimmt Bezug auf tatsächliche Ereignisse. So hatten IS-Extremisten 2014 das Sindschar-Gebirge überrannt und dabei Tausende Jesiden getötet oder verschleppt. Zehntausende Menschen flohen. Die Terroristen verfolgen Jesiden, eine religiöse Minderheit, als „Teufelsanbeter“. Die meisten Schauspieler sind Laien. (89 Minuten) dpa

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