BA-Freizeit

THRILLER um BND-Agenten

„Nur eine Frau“

Vom Bruder erschossen. Der Fall hat Schlagzeilen gemacht: Die Deutsch-Türkin Hatun Sürücü wird 2005 von einem ihrer Brüder in Berlin erschossen – ein Mord vermeintlich im Namen der Ehre. In der Kino-Version wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der jungen Frau erzählt. Almila Bagriacik spielt die Hauptrolle. Herausgekommen ist ein packender Film, der einen auch nach dem Kinobesuch noch begleitet. (90 Min., ab 12 Jahre)

„Stan & Ollie“

Legendäres Komikerduo. Mit über 100 Filmen brachte das Duo Stan Laurel und Oliver Hardy, in Deutschland „Dick und Doof“ genannt, die Zuschauer zum Lachen. Der melancholische Film erzählt von den späten Jahren der ungleichen Komiker. Die Hauptrollen übernehmen Steve Coogan und John C. Reilly. Anfang der 50er Jahre wollen sie mit einer Bühnentournee durch Großbritannien Werbung für sich und für die Finanzierung eines weiteren Films machen. Der Kartenverkauf läuft schlecht, Ereignisse von früher belasten die Männerfreundschaft, und Oliver hat gesundheitliche Probleme. Trotzdem gibt das Duo nicht auf. (97 Min.)

„Das Ende der Wahrheit“

Thriller. Ein oberbayerischer See liegt in frühes, sehr blaues Morgenlicht getaucht. Ruhig zieht eine Frau darin ihre Bahnen. Und am Ufer steht ein Wolf. Mehr braucht der Film nicht, um anzudeuten, was kommen wird: raus aus dem Idyll und rein in einen Thriller. Ronald Zehrfeld gibt als desillusionierter BND-Agent Martin Behrens darin einmal mehr seine Paraderolle: den Polizisten von massiger Körperstatur und mit nuanciertem Innenleben. Härte und Skrupellosigkeit sind ihm bei seinen Aufträgen und im Umgang mit Informanten nicht fremd. Dann aber bringt ein Attentat sein Leben durcheinander, privat und beruflich. (105 Min., ab 16 Jahre)

„Kleine Germanen“

Wie Neonazi-Familien Kinder erziehen. Viele Jahre lang war Elsa stramm rechts. Ihr Großvater hatte sie in Erinnerung an alte Zeiten für nationalsozialistisches Gedankengut begeistert. Auch ihre Kinder erzieht die Frau mit ihrem Ehemann ganz in diesem Sinne – bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem Elsa mit der rechten Szene nichts mehr zu tun haben und aussteigen will. Der Film schildert ihr dramatisches Schicksal nach einer wahren Begebenheit. Mit einer Mischung aus Animations- und Dokumentarfilm gibt er Einblick in die Kindererziehung und das Familienverständnis im nationalistisch rechten Milieu. Aussteiger äußern sich ebenso wie bekannte Leute aus dem rechten Lager. Auch eine fachliche Einordnung gibt es: Experten kommen zu Wort, die sich etwa an Universitäten oder in Beratungsstellen mit diesem Thema beschäftigt haben. (86 Min., ab 12 Jahre)

„Master Z: The Ip Man Legacy“

Kampfkunst aus Asien. In Kampfkünsten gibt es viele als Meister verehrte Vorbilder. Ein großes Vorbild, bei dem unter anderem Bruce Lee in die Schule ging, war Ip Man, der als Meister der chinesischen Kampftechnik Wing Chun gilt. In dem Film geht es um Cheung Tin Chi, der sich nach einem Kampf mit Ip Man für ein einfaches Leben und gegen Kampfkunst entscheidet. „Guardians of the Galaxy“-Fans dürfen sich freuen über Auftritte von Dave Bautista und Michelle Yeoh. (107 Min., ab 16 Jahre)

„Anything“

Drama um ungewöhnliche Liebe. Early (John Carroll Lynch) ist Mitte 50. Als seine Frau bei einem Unfall stirbt, verliert er den Boden unter den Füßen und versucht sich, das Leben zu nehmen. Seine Schwester Laurette will ihm helfen und holt ihn für eine Weile zu sich. Dann aber sucht er sich seine eigene Wohnung und lernt in dem Haus in Hollywood die transsexuelle Freda kennen, die als Sexarbeiterin arbeitet. Die beiden kommen sich näher, doch dann eskaliert ein Streit mit Earlys Schwester und Freda verschwindet. Early merkt, dass er sich in Freda verliebt hat. (94 Min.) dpa

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