BA-Freizeit

Die Formel 1 im EISKANAL

Noch bis 5. April zeigt das Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg die Sonderausstellung „Bobsport – die Formel 1 im Eiskanal“. „Der Bobsport begann mit dem kuriosen Einfall eines Engländers: Er verband zwei Schlitten miteinander, so dass der erste Schlitten lenkbar wurde. Schon im Jahr 1901 baute Carl Benzing im Thüringischen Friedrichroda dann einen Stahlbob mit Lenkung“, schreibt das Museum in der Ankündigung.

Nur wenige Schlitten aus der Frühzeit dieser Sportart sind erhalten geblieben. Einer davon ist ein Höhepunkt der Sonderausstellung in Ladenburg. Von 1933 bis 1955 dominierte der Schweizer Fritz Feierabend den internationalen Bobsport. Seine Ganzstahl-Bobs entwickelte und baute er selbst.

Medaillen bei WM und Olympia

In seiner langen sportlichen Karriere gewann Feierabend bei Weltmeisterschaften sechs Gold-, drei Silber- und drei Bronzemedaillen Bei Olympischen Spielen wurde er dreimal Zweiter und zweimal Dritter. Auch einer seiner Weltmeister- und Olympia-Bobs ist im Rahmen der Sonderausstellung im Automuseum Dr. Carl Benz zu sehen.

Japan ist im Bobsport erst seit recht kurzer Zeit dabei – doch seit einiger Zeit gibt es bei den japanischen Bob-Fahrern eine deutliche Leistungssteigerung. Ihr zweites Zuhause haben die japanischen Piloten dabei in Hammelbach im Odenwald gefunden, wo sie vom früheren Juniorenweltmeister Peter Hinz in seiner Werkstatt mit dem Bob-Sport vertraut gemacht werden.

Nach seiner aktiven Laufbahn blieb Hinz dem Bobsport als Tüftler, Konstrukteur und Nachwuchstrainer treu, 2019 wurde er Cheftrainer des japanischen Herrennationalteams. Zwei Bobs dieses Teams sind in Ladenburg zu sehen, außerdem Pokale, Trophäen und Erinnerungsstücke. Geöffnet ist die Sonderausstellung mittwochs, samstags, sonntags und an Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 06203/181786. zg

Info: www.automuseum- ladenburg.de

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