BA-Freizeit

Neu im Kino In dieser Woche starten fünf Filme

Eine Nacht, in der jedes Verbrechen erlaubt ist

Archivartikel

„How to Party with Mom“

Melissa McCarthy an der Uni. Kaum ist die Tochter zum letzten College-Jahr verabschiedet, erfährt Deanna von ihrem Ehemann, dass er die Scheidung will. Die verkitschte Übermutter stürzt in eine Sinnkrise, erkennt aber schnell, wie sehr sie es bereut, selbst nie ihr letztes Studiensemester beendet zu haben. Kurzerhand schreibt sich Deanna noch einmal ein und erlebt, was es heißt, noch ein Mal Studentin zu sein. (105 Minuten, ab zwölf Jahre)

„The First Purge“

Fortsetzung der Horrorreihe. Unruhen, Gewalt und Hass vergiften das Klima in den USA. Das soll sich ändern, verspricht die Partei „Neue Gründungsväter Amerikas“, die sich durch ein außergewöhnliches Experiment die Stimmen ihrer Wähler erhofft: Eine sogenannte Säuberung soll es den Bürgern möglich machen, einmal im Jahr Verbrechen begehen zu können, ohne Folgen fürchten zu müssen. Das Ziel: Die Kriminalitätsrate soll dadurch auf unter ein Prozent sinken. Zu Testzwecken soll eine Säuberung auf Staten Island stattfinden. Der neue Teil der „Purge“-Reihe ist noch politischer als die drei Filme zuvor. (97 Minuten)

„Die Frau, die vorausgeht“

Jessica Chastain im Wilden Westen. Die reiche Witwe Catherine Weldon reist 1890 im Luxuszug von New York nach North Dakota, sie will den Häuptling Sitting Bull malen. Bei den Soldaten und Siedlern stößt sie auf Misstrauen und Ablehnung, sie sehen die Indianer als Konkurrenten und Feinde. Der Film erzählt, wie Weldon der männerdominierten weißen Gesellschaft trotzt und zu einer Kämpferin für die Rechte der Indianer wird. Die Geschichte basiert auf realen Begebenheiten, der Film nimmt sich aber dramaturgische Freiheiten. (100 Minuten)

„Liebe bringt alles ins Rollen“

Playboy mimt Rollstuhlfahrer. Vor einigen Jahren sorgte „Ziemlich beste Freunde“ für einen Hype im Kino. Nun startet eine neue französische Komödie, die vom Leben mit Behinderung erzählt. Der eitle Jocelyn bringt sich darin in eine verzwickte Lage: Der grauhaarige Unternehmer fährt gerne Porsche, schaut Frauen auf den Hintern und lügt ununterbrochen. Um seine Nachbarin Julie ins Bett zu kriegen, tut er so, als säße er im Rollstuhl. Als er ihre schöne Schwester Florence kennenlernt, wird es kompliziert. Denn Florence sitzt wirklich im Rollstuhl. (107 Minuten, ohne Altersbeschränkung)

„Zentralflughafen THF“

Dokumentation über Flüchtlinge in Berlin-Tempelhof. Der Flughafen Tempelhof wurde einst gebaut als eines von Hitlers Prestigeobjekten, später war er ein ziviler Flugplatz mit dem Kürzel THF. 2015 ist ein neues Kapitel hinzugekommen, um das es in diesem Dokumentarfilm geht. Mehr als zwei Jahre lang gab es hier Berlins größte Notunterkunft für Flüchtlinge – eine Parallelwelt. Tempelhof, das hieß: kaum Privatsphäre, ein Sammelpunkt für Hunderte, manchmal Tausende Menschen aus vielen Nationen. Ein Lager mitten in der Stadt – und doch von der die Stadt kaum bemerkt. Kann man hier in Deutschland ankommen? (101 Minuten, ohne Altersbeschränkung) dpa

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