BA-Freizeit

Landesmuseum Darmstadt Erinnerung an den jahrzehntelang in Bensheim lebenden Künstler

Grewenig-Schau läuft aus

Darmstadt.Geboren wurde er 1898 in Heusweilwer. Von 1957 bis zu seinem Tod 1991 Tod lebte und arbeitete Leo Grewenig in Bensheim. Lange Zeit war er auch als Kunsterzieher am AKG tätig. In der Sonderausstellung „Leo Grewenig. Tinten - Tiere“ erinnert das Hessische Landesmuseum in Darmstadt an eine Dekade aus dem Lebenswerk von Grewenig: Die 40 Tuschzeichnungen entstammen einer Werkphase, die Mitte der 1950er Jahre begann und bis in die frühen 1960er Jahre dauerte.

Im Dialog mit Grewenigs Malmaterialien – der Tinte, dem saugendem Papier und speziellen Grundierungen – entstand eine Fülle von Strukturen. Dicke Kleckse oder feinste Verästelungen setzten Fantasie und Inspiration in Gang. In seinen schwarzen Tuschen brachte Grewenig ungeahnte Farbspiele zum Klingen. Durch die Bildtitel, die Grewenig in Anlehnung an seinen Bauhauslehrer Paul Klee als Assoziationsvorgaben einsetzte, und seine Künstlersignatur kam der bildnerische Prozess zum Abschluss.

Vor allem Tiere entsprangen diesem Zusammenspiel der Zeichenmittel: Schnecken, Spinnen, Schwämme oder Tintenfische, aber auch seltene Blumen, Bäume und Algen, genauso wie schillernde Steine und tanzende Wesen bevölkern die großformatigen Papierbögen.

Die Ausstellung kombiniert Grewenigs Tinten-Metamorphosen mit Exponaten aus der naturkundlichen Abteilung. Bizarre Schwämme, Insekten oder auch reale Versteinerungen regen an, immer neue Naturphänomene in Grewenigs Tuschen zu entdecken, wie es in einer Pressemitteilung des Hessischen Landesmuseums heißt.

Die Sonderausstellung kann nur noch bis einschließlich kommenden Sonntag (17.) besucht werden. Am Abschlusstag gibt es um 11.15 Uhr eine Führung mit Mechthild Haas, der Kuratorin der Ausstellung, sowie um 14.30 Uhr eine Führung mit Jennifer Chrost, der Co-Kuratorin der Ausstellung. zg/red

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