BA-Freizeit

Regionale Bühnen Das Herbst-/Winterprogramm der Kulturbühne Max in Hemsbach liegt vor

Große Kleinkunst und viel Musik

Hemsbach.„Wissen Sie, was 1619 war? Da hat ein Brüsseler Bildhauer dat Männeken Piss gemeißelt, seit der Zeit das Symbol für Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Und für Kleinkunst, die so heißt, weil dat Dingen vom Männeken ziemlich klein geraten ist. Das ist nun 400 Jahre her, und ebenso seit 400 Jahren, wenn auch nur gefühlten, bin ich als Kleinkünstler unterwegs.“ Dialekte, Rheinisch, ebissje Züscholorie und viel Witz – das verspricht Konrad Beikircher, der am Sonntag, 15. September, das Herbst-/Winterprogramm in der Hemsbacher Kulturbühne Max eröffnen wird.

Dank zahlreicher Unterstützer und Sponsoren präsentiert das städtische Kulturprogramm einen Mix aus Kabarett, Comedy und Musik, mit alten Bekannten und neuen Gesichtern. Weil sie seit 30 Jahren für Groß- und Kleinkunst, Verblüffungstanz, melancholische Zerknirschungslyrik und schöne Musik steht, wird auch Nessi Tausendschön wieder dabei sein. Am 30. September präsentiert sie das Beste der Besten unter dem Motto „30 Jahre Zenit“.

Seit über 25 Jahren baut Gayle Tufts eine Brücke zwischen ihrer alten und ihrer neuen Heimat – ein völkerverbindender Spagat, frech und funny, intelligent und informativ. Wer sind die Menschen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Lebt er noch, der American Dream? Basierend auf dem gleichnamigen Buch erwartet die Zuschauer am Donnerstag, 17. Oktober, ein Solo-Abend mit Lesung, Comedy und Musik.

Einen Kontrastpunkt setzt am Freitag, 18. Oktober ein Konzert in der ehemaligen Hemsbacher Synagoge mit Laurent Leroi am Akkordeon und Michael Herzer am Kontrabass: „Deux Nous“ heißt deren neuestes Werk aus der Welt des Tangos, das die beiden an diesem Abend präsentieren.

Am Sonntag, 20. Oktober, ist dann der „Thermomix unter den Kleinkünstlern“ zu Gast in der Kulturbühne Max: Lars Redlich. Der Berliner Entertainer und Musical-Star bietet mit „Lars but not least“ ein Zusammenspiel aus Show, Comedy und Musikkabarett.

Am 10. November kommt Frederic Hormuth ins Spiel. Der Kabarettist gibt Antworten auf Fragen wie: Woran erkenne ich Bullshit? Mit Kabarett geht es am 17. November auch weiter: „Es klingt nicht so böse, wie es gemeint ist“, heißt das zweite Solo-Programm von Matthias Weiss. Es geht um Erlebtes und Überlebtes, Fundsachen und Erfundenes, Wunden und Wunder, das Glück im Unglück und den Fluch im Segen.

Am Sonntag, 1. Dezember, führt der Weltmeister der Mentalmagie, Christoph Kuch, mit seinem neuen Programm „Macht verrückt“ ins Reich des Übersinnlichen, der Wunderheiler, Scharlatane und echter Phänomene – eine Reise durch den menschlichen Geist, an die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.

Der Japaner Ryohei Shimoyama und Agustín Amigó aus Argentinien sind die Gäste des internationalen Gitarrenkonzerts am Sonntag, 15. Dezember. Angekündigt wird meditative Entspannung zwischen schönsten Klanglandschaften.

Kurz vor Weihnachten, am Samstag, 21. Dezember, sollen dann nochmals die Lachmuskeln strapaziert: Django Asül präsentiert seinen „Rückspiegel 2019“ und nimmt mit bissigem Blick, Wortwitz und energiegeladen die Ereignisse der letzten zwölf Monate ins Visier.

Auch das Frühjahrsprogramm 2020 der Kulturbühne Max ist so gut wie in trockenen Tüchern. Da warten u. a. bereits Markus Weber, Thomas Schreckenberger, Fabian Schläper, Daphne de Luxe, Rolf Miller, Simone Solga, Stefan Waghubinger oder Robert Kreis sozusagen „hinterm Vorhang“. zg

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