BA-Freizeit

Schlager, Rock und PARTY

Archivartikel

Das Steinbachwiesen Open-Air in Fürth ist längst über die Region hinaus bekannt. In diesem Jahr findet es zum sechsten Mal statt, und zwar von 16. bis 18. August (Freitag bis Sonntag). Mit einer Mischung aus neuen Akzenten und bewährten Höhepunkten will der Veranstalter FC Fürth auch in diesem Jahr die verschiedenen Generationen und Musikgeschmäcker ansprechen. Unbestrittener Höhepunkt wird – wie in den Vorjahren – das Konzert von Stahlzeit am Samstagabend.

Die spektakuläre und authentische Rammstein-Tribute-Band macht auf ihrer „Schutt + Asche“-Tour im Odenwald Station. Am Rande: Im Vorjahr hatten sich zwei Fans aus dem fränkischen Fürth Karten für Stahlzeit besorgt – in dem festen Glauben, das Konzert finde in ihrer Heimat statt. Im Odenwald hatten sie das Ereignis nicht verortet – reisten aber tapfer dorthin, nachdem sie ihren Irrtum bemerkt hatten.

Schlager statt Volksmusik

Eine Geschichte zum Schmunzeln, die aber auch belegt, dass mit dem Steinbachwiesen Open-Air etwas geschaffen wurde, das mit größeren Veranstaltungen durchaus konkurrieren kann. Denn die Steinbachwiesen geben ein ganz besonderes Festivalgelände ab, das der FC Fürth mit spezieller Beleuchtung und Ausstattung jedes Jahr weiter aufzuwerten versteht.

Neue Wege geht der Veranstalter in diesem Jahr am Freitagabend: Nach der eher mauen Resonanz auf die Volksmusik-Band im Vorjahr wird diesmal eine Schlagerparty mit Rico Bravo und seiner Big Band gefeiert. Die ersten Rückmeldungen lassen die Festival-Macher hoffen, dass der erste Abend in diesem Jahr gleich zum Erfolg wird.

Moderate Preise

Dazu beitragen soll auch der moderate Eintrittspreis zum Festivalauftakt wie auch an den anderen Tagen. „Stahlzeit gibt es zu diesem Preis eigentlich nicht zu sehen“, sagt Kurt Schmitt, der Hauptverantwortliche aufseiten des FC Fürth. Den Auftakt zur Schlagernacht am 16. August bestreitet Sängerin Elvira Fischer aus Wald-Michelbach. Damit wird die Tradition fortgesetzt, beim Steinbachwiesen Open-Air neben den Hauptacts auch lokalen Künstlern eine Plattform zu geben.

So liefern die White Sparrows – inzwischen überregional bekannte Punker aus dem Weschnitztal – auch in diesem Jahr wieder den Support für Stahlzeit. Am Sonntagvormittag kehrt dann die Simon & Garfunkel-Revivalband zurück, die schon einmal in Fürth begeistert hat. „Der Sonntag ist der Familientag“, erklärt Schmitt. An allen drei Tagen gilt: „Die Leute sollen unbeschwert Spaß haben und feiern.“ Aus diesem Grund investiert der Verein wieder viel ins Sicherheitskonzept.

Nach sechs Jahren hat sich ein vielköpfiges Helferteam gefunden, das sich mit dem Open-Air voll und ganz identifiziert und „sein“ Festival mit jeder Menge Herzblut durchzieht. Dankbar ist der FC für die Unterstützung der Gemeinde. Als das Festival im vergangenen Jahr kurz vor Beginn plötzlich aufgrund kurzfristiger Auflagen des Kreises auf der Kippe stand, sorgten Bürgermeister Volker Oehlenschläger und sein Team dafür, dass das Schlimmste verhindert wurde.

Und auch die Fürther Feuerwehr trug ihren Teil dazu bei: „Sie war da und hat sichergestellt, dass Stahlzeit trotz der Trockenheit ihre komplette Pyroshow zeigen konnte“, lobt Schmitt. Ein Zeichen dafür, dass das Festival inzwischen auch in Fürth etabliert ist. Das sieht auch Volker Oehlenschläger so: „Wir freuen uns, dass es diese Veranstaltung an diesem speziellen Ort gibt. Und der FC sorgt zuverlässig dafür, dass die Steinbachwiesen danach wieder so aussehen wie davor.“

Um Mitternacht ist Schluss

Mit Blick auf die Wohnbebauung in der Nachbarschaft hält Oehlenschläger fest, das Steinbachwiesen Open Air werde definitiv das einzige Rock-Ereignis des Jahres dort bleiben. Für die Akzeptanz durch die Anwohner sorgen auch entsprechende Auflagen durch die Gemeinde, an die sich der FC akribisch hält. „Spätestens um Mitternacht ist Schluss“, nennt Schmitt ein Beispiel. Nichts überstrapazieren und im Gegenzug auf Verständnis hoffen: Das funktioniert in Fürth, meint Oehlenschläger. „Dafür bin ich der Bevölkerung dankbar – und froh, dass das Festival bei uns stattfinden kann“, lobt der Bürgermeister. arn

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