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Blues Am kommenden Samstag läuft in Weinheim „Muddy’s Open Air Festival“ mit Tommy Schneller, Kat Riggins und Tin Pan Alley

Schlosshof wird in Blau getaucht

Archivartikel

Weinheim.Die Zweiburgenstadt bleibt eine Hochburg des Blues. Wenn andere Clubs und Konzerthäuser in die Sommerpause gehen, veranstaltet der Blues- und Jazzverein „Muddy’s Club“ einen Festivalabend unter freiem Himmel. Auch im vierten Jahr steht die Bühne wieder vor malerischer Renaissance-Kulisse des Weinheimer Schlosshofs. Die Tommy Schneller Band, Kat Riggins und Tin Pan Alley gestalten das Programm.

Ausgefeilte Arrangements und warmer, druckvoller Sound verleihen jedem Song der Tommy Schneller Band ein eigenes Gesicht. Ob „Trust In Yourself“ mit funky Gitarre, blubbernder Orgel und verspielten Bläsersätzen, das schwer rockende „Cold Attitude“ oder „Let Your Soul Shine“ mit hingebungsvollen Backing Vocals: Tanzbare Ohrwürmer gibt es hier am laufenden Band.

Nur beim verträumten Duett mit Dorrey Lin Lyles namens „Barefootin’“ darf kurz entspannt werden. Ansonsten gibt es keine Pause für den dauerwippenden Fuß. Das kommt in schummrigen Clubs genauso gut wie auf der Open Air-Bühne, und im Auto auf dem Weg zur Arbeit weckt das Album den Wunsch nach Stau, heißt es in einer Pressemitteilung von „Muddy’s Club“.

Tommy Schneller kennt die Festivals in Europa und die kleinen Clubs auf der Beale Street in Memphis. Er ist auf den großen Bühnen zu Hause. Sein Gesang und sein erdig-warmer Saxofonsound haben ihn in den vergangenen Jahren zu einem der beliebtesten Blues-Musiker Europas gemacht. Schneller wurde drei Mal mit dem German Blues Award (2010, 2012, 2014) sowie dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (2011) ausgezeichnet. Seine Band beinhaltet mehrere herausragende Attribute: Für eine siebenköpfige Band ist sie soundmäßig sehr kompakt. Die Musik hat einen authentischen US-Touch, und lebt von Schnellers Stimme und seinem unverkennbaren Saxofonsound. Es gibt Blues-Soul mit viel Druck, Tanzbarkeit und voller Groove.

Die charismatische afroamerikanische Sängerin Kat Riggins steht für Hip-Hop, Pop, Rock und Gospel. Aber in erster Linie hat sich die US-Amerikanerin dem Blues verschrieben. Riggins sagt: „Es ist doch alles stark miteinander verbunden.“ Das beweist sie auch bei ihren Live-Auftritten, wenn sie ihr Publikum auf eine Reise durch die Genres mitnimmt. Was zählt, sind die „puren Emotionen in jedem einzelnen Ton“ und die große Leidenschaft für die Musik. Ihre musikalische Heimat ist die Zeit, in der die Musik noch aus den Plattenspielern kam. Für die Künstlerin sind Einflüsse weniger Richtlinien, sondern Grundlage, etwas Neues zu kreieren.

Ehrlichen, handgemachten Blues liefern Tin Pan Alley, wenn sie auf der Bühne stehen. Die Bandmitglieder sind echte Blues-Veteranen, ihre erste Platte kam 1998 auf den Markt. Seither shuffeln und grooven Tin Pan Alley quer durch die Republik. Solider Blues kommt dabei von Gitarre, Bass, Mundharmonika, Drums und Orgel. Immer auf der Suche nach neuen Einflüssen, entwickelt sich die Band stetig weiter. Beim „Muddy’s Club Open Air“ im Weinheimer Schlosshof eröffnet sie den Abend. zg

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