BA-Freizeit

Wo IRRSINN hinter der heilen Welt hervorlugt

Archivartikel

Traditionell steht die Premiere der Sommerspiele Überwald zum Auftakt des viertägigen „Trommer Sommers“ im Mittelpunkt. Das Kulturfestival findet in diesem Jahr zum 24. Mal statt. Von Donnerstag bis Sonntag, 1. bis 4. August, wird ein buntes Programm mit Theater, Kunst und Kabarett geboten und auch an die Kinder ist gedacht.

Offiziell eröffnet wird der diesjährige Trommer Sommer am Donnerstagabend. Zuvor hat das Wolkenstein-Theater aus Köln ab 15 Uhr seinen ersten Auftritt für kleine Besucher im Kindergartenalter. Sie sind mit der Gruppe „Zu Besuch in meinem Buch“. Dabei ist jedes Umblättern ein Abenteuer, denn das Buch steckt voller Überraschungen zum Gucken, Hören, Staunen und Selbermachen.

Musik und Kunst

Die offizielle Eröffnung um 18 Uhr wird von Irith Gabriely und Peter Przystaniak musikalisch gestaltet. Die gebürtige Israelin gilt als Klezmer-Queen schlechthin, er ist Komponist. Beide haben es als Mitspieler von Schnuckenack-Reinhard schon in die Berliner Philharmonie geschafft. Traditionell werden am ersten Abend des Trommer Sommers auch die Kunstausstellungen eröffnet. Diesmal sind Goldschmied Andreas Zidek und der Maler und Bildhauer Martin Konietschke dabei.

Premiere feiert in diesem Jahr das Stück „Michael Hely – der Dorfteufel“ unter der Regie von Jürgen Flügge und Danilo Fioriti. Vorlage für das neue Stück Sommerspiele Überwald ist der erfolgreiche Roman des in Wald-Michelbach geborenen Schriftstellers Adam Karrillon. Am Samstag dann zeigt der Gankino Circus ab 20 Uhr das Konzertkabarett „Irrsinn und Idyll“.

Das aberwitzige Programm des vierköpfigen Ensembles lässt den Wahnsinn hinter dem scheinbaren Dorfidyll hervorblitzen – ob in Franken oder im Odenwald. Weltmusik macht am Sonntag ab 20 Uhr das Damentrio Kick-la-Luna mit Bass, Drums und Gesang. Zu hören ist ein Mix aus Ethno Funk, Bossa Soul, A-Cappella-Gesang, pulsierenden Rhythmen und brasilianischem Feeling. Die berührenden Songs und faszinierenden Soli gehen in die Ohren und ins Herz.

Feuershow und Diskussion

Das Nachtprogramm am Samstag gestalten die „Pyromantiker“ aus Berlin mit dem Programm „Unsere Kuh brennt durch“. Theatermacher Jürgen Flügge moderiert am Sonntag ab 11 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Potenziale der Provinz“. Es geht um ein Plädoyer für das Theater im ländlichen Raum, eingeladen sind Vertreter aus Politik und Wissenschaft.

Für Kinder treten neben dem Wolkenstein-Theater die Thalias-Kompagnons aus Nürnberg mit „Peter und der Wolf“, „Die kleinste Bühne der Welt“ aus München mit „Himmelsbaum und Wundersamen“, die Theaterakademie Mannheim mit dem Stück „Schwestern“ und das Theater Choochoo aus Berlin mit „Kalif Storch – ein arabisches Bilderbuch“ auf. Zudem gibt es eine Spielwiese, eine Malecke und einen Specksteinkurs. mk

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