BA-Freizeit

Woody Allens NEW YORK

„A Rainy Day in New York“

Allens Eloge auf den Big Apple. Eine romantische Kutschfahrt, verregnete und doch anheimelnde Straßenzüge, Jazz-Bars und ein sehr einladendes Hotel: Das von Regie-Altmeister Woody Allen in seinem neuen Film beschworene New York hat vielleicht nur in Nuancen noch zu tun mit dem aktuellen New York. Der Film aber ist mehr als eine Hommage an den Big Apple: Es geht um ein junges College-Pärchen, das sich in dieser Großstadt immer mehr voneinander zu entfernen droht. Dabei hatte sich doch Gatsby so sehr drauf gefreut, seiner Freundin endlich einmal seine Heimatstadt zu zeigen. In Nebenrollen zu sehen sind Jude Law, Selena Gomez und Liev Schreiber. (92 Minuten, ohne Altersbeschränkung)

„Alles außer gewöhnlich“

Tragikomödie über Autismus. Bruno und Malik beschäftigen sich mit Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben: Sie arbeiten als Erzieher und Lehrer mit stark autistischen Kindern und Teenagern, vor deren Krankheit Eltern und Ärzte resigniert haben. Ihre Methoden sind unkonventionell, aber erfolgreich. Doch eines Tages will das zuständige Ministerium prüfen lassen, ob ihre Einrichtungen auch den Normen und Vorschriften entsprechen. In „Alles außer gewöhnlich“ greift das Erfolgsduo Eric Toledano und Olivier Nakache („Ziemlich beste Freunde“) mit Humor und Einfühlungsvermögen das Thema Autismus auf. (114 Minuten, ab 6 Jahre)

„Auerhaus“

Einfühlsames Porträt über Jugendliche auf der Suche. Vier Freunde auf dem Weg zum Schulabschluss und auf der Suche nach sich selbst und ihrer Zukunft ziehen in ein kleines Haus in der schwäbischen Provinz. Im „Auerhaus“ soll vor allem Frieder davon abgehalten werden, einen erneuten Selbstmordversuch zu begehen. In der Schüler-WG prallen Welten, Ideale und Charaktere aufeinander. Und doch hält die Freundschaft der grundverschiedenen Jugendlichen vieles aus. Der Film dreht sich einfühlsam um die hochkomplexe Gedankenwelt von jungen Leuten auf der Schwelle zum Erwachsensein. Ein Film über Freiheit, Liebe, Freundschaft und Glück und die großen Fragen des Lebens von Jugendlichen. (107 Minuten, ab 12 Jahre)

„Die glitzernden Garnelen“

Komödie um schwule Wasserballmannschaft. Vize-Schwimmweltmeister Matthias Le Goff hat mit homophoben Tiraden in einem TV-Interview viel Empörung ausgelöst. Als Sanktion hat ihn der Verband dazu verdonnert, die schwule Wasserballmannschaft „Die glitzernden Garnelen“ für die Gay Games in Kroatien wettbewerbsfähig zu machen. Das Training mit der Männermannschaft führt zu heftigen Konflikten, denn den Männern geht es weniger um Gewinnen und Leistung, sondern darum, Spaß und Sex zu haben. Matthias will zunächst das Handtuch werfen, doch die Reise zu den Spielen wird für ihn zu einer Infragestellung seines eigenen Lebens, das aus hartem Training und Zwängen besteht. (100 Minuten, ab 12 Jahre)

„Nome di donna“

Sexuelle Belästigung im Job. In einem katholischen Altersheim in der italienischen Provinz findet Nina, eine alleinerziehende Mutter, einen neuen Job. Die Beschäftigung bereitet ihr Freude. Eines Tages aber bittet sie der Leiter der Einrichtung nach Dienstschluss in sein Büro. Dort kommt es zu Übergriffigkeiten. Es ist nicht der erste Missbrauch sexueller Art in der Seniorenresidenz. Nina zeigt den Direktor an. Regisseur des Films, Marco Tullio Giordana, hat sich zum Thema der sexuellen Belästigung unter anderem so geäußert: „Es sollte immer ein Thema bleiben, denn diese Widerwärtigkeit weigert sich auszusterben.“ (98 Minuten) dpa

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