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Reise Die BAnane-Mitarbeiterinnen Laura und Eva-Lotte berichten von ihrem gemeinsamen Aufenthalt in Australien

Als Backpacker nach Down Under

Archivartikel

Australien: Das Land der Aborigines, Kängurus und Surfer. Aber auch die große Anzahl an Backpackern, die den roten Kontinent jährlich besuchen, wird mittlerweile mit Australien verbunden. Rund 3,5 Milliarden australische Dollar Umsatz macht das Land jährlich durch die Rucksackreisenden. Der Großteil von ihnen beginnt seine Reise in Sydney – so auch wir.

Vier Tage umfasste unser Besuch der australischen Metropole. Genug Zeit für einen ersten Eindruck, aber lange nicht genug, um die Stadt vollständig zu erkunden. Obwohl Sydney als moderne Großstadt keine mit Paris oder Rom vergleichbaren Sehenswürdigkeiten bietet, lohnt sich auch hier eine kleine Sightseeingtour. Eines der wenigen historischen Gebäude ist das ANZAC War Memorial. Die goldenen Sterne an der Decke des Gebäudes erinnern an die im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten.

Zu den Must-See’s zählen außerdem das Opera House sowie die Harbour Bridge. Letztere kann von jedermann kostenlos per Auto oder zu Fuß überquert werden. Um das Opernhaus von innen zu begutachten, muss hingegen entweder eine Tour gebucht oder ein Konzert besucht werden. Zudem wird Sydney von zahlreichen Märkten wie dem „Glebe Market“ geprägt, auf denen Secondhand-Kleidung, Schmuck und Essen verkauft wird. Auch China Town ist in der australischen Stadt zu finden. Vollendet wird Sydneys Charme schließlich durch die nahe Lage zum Wasser. Während Häfen wie „Darling Harbour“ zum Flanieren einladen, lassen sich an Stränden wie Bondi Beach und Manly Beach entspannte Sommertage verbringen. Weitere Informationen findet ihr unter www.australien-info.de.

Die Sache mit dem Wohnen...

Sydney ist eine beliebte Stadt bei Backpackern aus aller Welt. Eine passende Unterkunft zu finden ist deshalb nicht immer leicht. Zentral gelegen soll es schließlich sein und natürlich möglichst preisgünstig. Und am liebsten möchte man auch ein bisschen Privatsphäre – am besten noch das Frühstück inklusive. Ein Hotel ist zu teuer, eine eigene Wohnung auch. Bleibt die klassische Möglichkeit, ein Zimmer – oder vielmehr ein Bett – in einem Hostel zu mieten. Nicht nur in Sydney, sondern in fast allen Städten in Australien, Neuseeland und Co. gibt es Hostels, die Backpackern eine bezahlbare Unterkunft bieten. Während man in Thailand oder Malaysia Privatzimmer für 15 Euro pro Nacht findet, bezahlt man in Australien, Neuseeland oder Kanada auch mal locker 30 Euro für ein Bett im zehner Schlafsaal. Hostels bieten ihren Bewohner in der Regel eine gemeinsame Küche, in der gekocht werden kann, Gemeinschaftsräume in denen man leicht neue Bekanntschaften schließen kann, und auch die Möglichkeit, seine Wäsche zu waschen. Oft sind auch ein wenig Entertainmentprogramm oder Ausflugtipps inklusive. Hostels sind deswegen die beliebteste Unterkunftsform von Langzeitreisenden – egal, ob in Sydney oder anderswo.

Eine weitere Möglichkeit unterzukommen sind sogenannte „share houses“. Diese eigenen sich vor allem für längere Aufenthalte. Man kann diese Unterkünfte mit Studentenwohnheimen vergleichen oder es sich wie eine große WG vorstellen. Im Internet kann man sich für ein Zimmer bewerben. Natürlich gibt es auch in Australien, genauso wie anderswo, Campingplätze, auf denen man sein Auto parken, sein Zelt aufschlagen oder ein Bungalow beziehen kann.

Wie reist es sich am besten?

Reisen ist toll! Jeder der schonmal länger von Zuhause weg war, weiß die neuen Erfahrungen und Eindrücke zu schätzen. Doch wie reist es sich besser – alleine oder im Team?

Ich (Eva-Lotte) habe meine Erfahrungen bisher zum größten Teil „alleine“ gemacht und kann sagen, dass der größte Vorteil vom Solo-Reisen die große Unabhängigkeit ist. Man muss sich nicht nach den Wünschen eines Reisegefährten richten, sondern ist stets sein eigener Herr. So ganz allein ist man ja schließlich doch nicht – zumindest wenn man das nicht möchte. Die BAnane hat bereits über das Internetforum „Workaway“ berichtet, das Reisenden die Möglichkeit bietet, überall auf der Welt zu arbeiten und im Austausch eine neue Kultur hautnah zu erleben und zudem die Kosten für eine Unterkunft zu sparen. Eine andere Möglichkeit, Leute kennenzulernen, ist natürlich der Aufenthalt in Hostels oder an beliebten Touristen-Orten. Wenn man sich einmal überwunden hat, ist es plötzlich gar nicht mehr so schwer, Leute anzusprechen. Wer weiß – vielleicht verbringt man schließlich sogar einen Teil der Reise zusammen?

Natürlich ist es aber auch schön, eine Vertrauensperson bei sich zu haben, mit der man über alles reden kann. Auch mal rein logistisch betrachtet ist es – im wahrsten Sinne des Wortes – oft günstiger, wenn man sich so Kosten teilen kann. Zum Beispiel ist ein Autokauf alleine oft nicht erschwinglich – zu zweit kann man eher darüber nachdenken. Auch Verpflegung in größeren Mengen ist oft preiswerter, als jeden Bagel einzeln zu kaufen.

Letztendlich ist es allerdings natürlich auch Typenabhängig wie man sich auf seinem Abenteuer wohler fühlt. Es gibt kein richtig oder falsch. Persönlich bin ich froh, wenn ich zumindest zeitweise jemanden bei mir habe, der mehr ist als eine neue Bekanntschaft. Man kann nunmal nicht darauf vertrauen, dass man das Glück hat, sofort jemanden zu treffen, der auf der gleichen Wellenlänge ist und dessen Reisepläne sich außerdem mit den eigenen kombinieren lassen. Laura Kress und Eva-Lotte Wenderoth

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