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„Auch in der Schule unverzichtbar“

Wie viele Kinder haben heutzutage noch kein Smartphone oder Handy? Laut mancher Statistik besitzen in Deutschland schon über 50 Prozent der Heranwachsenden im Alter von zehn bis elf Jahren ein Smartphone. Und dieses verwenden sie auch. Vorzugsweise überall und zu jeder Tageszeit, auch wenn sie eigentlich etwas ganz anderes machen sollten – lernen zum Beispiel. Aber hilft es dann an dieser Stelle, Handys wie in Frankreich in Schulen zu verbieten?

Nein. Ich glaube, an manchen Stellen sind die alltäglichen Begleiter auch in der Schule nützlich. Außerdem wird an vielen Stellen erwartet, dass die Schüler immer up to date sind – und das über E-Mails oder Apps der Schulen. In Frankreich betrifft das Verbot hauptsächlich Kinder von drei bis 15 Jahren. Da ich der Meinung bin, dass Kinder unter zehn Jahren sowieso kein solches Gerät benötigen, kann ich an dieser Stelle das Verbot auch nur unterschreiben.

Würde man das Verbot aber auf alle Schulformen und Altersklassen erweitern, dann würde ich definitiv sagen: In Deutschland ist das nicht realisierbar, solange so viele Schulen noch so schlecht ausgestattet sind und die Lehrer die Hilfe der Schüler brauchen, wenn es um digitale Medien und Co. geht. Denn dann kann so ein Smartphone auch mal die eine oder andere Unterrichtsstunde retten. Und aus Erfahrung wissen wir doch sowieso: Was verboten ist, das ist noch viel interessanter.

Ein Verbot kann also viele Kinder noch zusätzlich dazu anstacheln, das Handy in der Schule zu benutzten, weil es doch immer Spaß macht, gegen Regeln zu verstoßen. Sinnvoller fände ich also offene Gespräche ohne Vorurteile statt plumpe Verbote. Cara Metzner

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