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Religion Buddhistische Figuren, Tempel und mehr – was steckt eigentlich hinter der asiatischen Philosophie?

Auf dem achtfachen Pfad zur Erleuchtung

Archivartikel

Buddhistische Tempel dienen in der heutigen Zeit als beliebtes Fotomotiv auf Urlaubsbildern, kleine, goldene Buddha-Figuren zieren Wohnzimmer und Vorgärten und der ein oder andere hat bestimmt auch schon mal in einem hippen Restaurant eine „Buddha Bowl“ gegessen.

Aber wer oder was ist „Buddha“ überhaupt? Der Gott des Buddhismus, der viertgrößten Weltreligion, ist doch klar! – Naja, fast: Die Figur „Buddha“ ist nämlich kein Gott, sondern nur der Begründer des Buddhismus, der aber keine göttliche Lehre übermittelt und auch nicht allmächtig ist.

Er hat aber ein historisches Vorbild: Vor etwa 2500 Jahren lebte in Asien ein Mann namens Siddhartha Gautama, der sich mit dem Leid der Welt konfrontiert sah und einen Weg suchte, die Menschheit von Krankheit, Leid und Tod zu befreien. Seine Lehre beschreibt, wie der Mensch „Erleuchtung“ findet und sich somit von jeglichem Leid befreien und in Frieden leben kann.

Die Lehre Buddhas lässt sich stark vereinfacht folgendermaßen zusammenfassen: Auf der Welt gibt es Leid. Dieses Leid hat immer auch einen Grund, der in Hass, Eifersucht oder Verlangen stecken kann. Um das Leid nun aus der Welt zu schaffen, müssen die Ursachen beseitigt werden. Dies erreicht der Mensch durch das Befolgen des achtfachen Pfades.

Der achtfache Pfad beschreibt gewisse Lebensgrundsätze, die der Mensch auf dem Weg zur Erlösung vom Leid verfolgen soll. Dies sind zum Beispiel Forderungen wie „Du sollst nicht töten, stehlen, schlecht über andere reden . . .“. Aber auch das Beschäftigen mit den eigenen Körperfunktionen wie dem Atmen oder der Bewegung ist von Bedeutung. Ebenso ist auch Meditation Bestandteil des achtfachen Pfades. Buddhisten glauben außerdem an Karma – das heißt, jede Handlung hat eine andere Handlung zur Folge. Auf eine gute Tat folgt eine positive Reaktion, eine schlechte Tat ruft eine negative Konsequenz hervor.

Da jeder Mensch durch das Befolgen des achtfachen Pfades die Erleuchtung finden und selbst zum Buddha werden kann, betrachten einige Menschen den Buddhismus nicht als Religion, sondern eher als eine Philosophie oder Lebensweise.

Eva-Lotte Wenderoth

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