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Aus Angst vor der Liebe

Archivartikel

Ich frage mich oft, wieso wir eigentlich Menschen, die wir lieben, immer wegstoßen? Was bedeutet das für uns? Und warum tun wir das überhaupt? Als wollten wir uns irgendwie selbst schaden. Ich weiß natürlich schon, dass wir uns oft aus Angst so verhalten. Wir haben Angst, nicht gut genug zu sein, nicht wertvoll genug zu sein, weil wir vielleicht unbewusst als kleine Kinder gelernt haben, falsch mit unseren Gefühlen umzugehen. Vielleicht konnte Mama nicht gut mit Wut umgehen, und Papa nicht gut mit Traurigkeit. Und wir haben das übernommen beziehungsweise können eben immer noch nicht gut mit bestimmten Gefühlen umgehen, weil wir es nie gelernt haben.

Mich würde wirklich interessieren, was genau in unserem Gehirn vor sich geht. Ich würde gehen verstehen, welche biochemischen Prozesse uns glauben lassen, dass wir keine Liebe verdienen. Und ich würde gerne wissen, warum wir uns immer dumm verhalten müssen, wenn es um Liebe geht. Es ist alles kompliziert, aber nur, weil wir es uns kompliziert machen. Nicht wahr? Oder sind Menschen einfach dafür gemacht, kompliziert zu denken? Haben wir uns schon immer so verhalten? Oder waren unsere Vorfahren im Mittelalter weitaus weniger emotional intelligent – oder besser gesagt weniger emotional involviert? Was haben die Menschen damals gemacht, wenn es ihnen so ging, zurückgewiesen zu werden? Oder wenn sie sich nicht gut genug gefühlt haben? Was machen Menschen heute dagegen?

Wir wissen nicht wohin mit uns, denn wir probieren, diese Gefühle mit unnützen Dingen zu kompensieren – wie mit einer Scheinwelt auf Social Media. Doch was passiert in der richtigen Welt? Wo sind wir?

Bis neulich, Eure BAte

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