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Be a (gender) star!

Liebe Leser*innen! Sicherlich habt ihr mitbekommen, dass sich vergangene Woche alles um das sogenannte Gendersternchen gedreht hat, den Anglizismus des Jahres 2018. Mit dem Sternchen zwischen Wortstamm (zum Beispiel Leser) und der weiblichen Nachsilbe (-in) sollen alle Menschen, nicht nur die Männchen, angesprochen werden. Das Sternchen ist, wie ich finde, ein netteres Symbol als der Unterstrich in der sogenannten Gender Gap. Oder wie sehen meine verehrten Leser_innen das? Immerhin drückt die Lücke eine Leere aus und erinnert gleich an Ungleichheiten wie die Gender Pay Gap. Im Gegensatz zum durchaus gebräuchlicheren Binnen-I, liebe LeserInnen, werden mit dem Gendersternchen zusätzlich noch andere geschlechtliche Identitäten wie inter- und transsexuelle Personen eingeschlossen. Seitdem das Gendersternchen gekürt worden ist, gab es allerdings wenig Jubel, sondern vielmehr die Nachricht aus diversen Stadtverwaltungen, dass sie auch zukünftig nicht ihre Bürger*innen, sondern weiterhin die Bürgerinnen und Bürger ihrer Stadt ansprechen wollen. Oder nur die Bürger, denn das generische Maskulinum genügt, um eine Allgemeinheit, deren Geschlecht gemischt oder gleichgültig ist, darzustellen. Doch dabei ist zu berücksichtigen, dass die Sprache, die wir heute sprechen, von Männern niedergeschrieben wurde. Das generische Maskulinum ist eine männliche Erfindung. Die Verwendung des Gendersternchens ist in kurzer Zeit um das Zehnfache angestiegen. Hoffen wir, dass eine geschlechtergerechte Sprache bald noch mehr Leute erreicht. Bis neulich, Eure BAte

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