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Kultur BAnane-Mitarbeiterin Cara Metzner war bei Maiway und berichtet über ihre persönlichen Eindrücke

Bensheim erstrahlt im Lichtermeer

Archivartikel

Zum 17. Mal veranstaltete Showmaker Entertainment am Vorabend von Christi Himmelfahrt das alljährliche beliebte Musikfestival in Bensheim.

Ich war vor einem Jahr auch schon an dem roten Strich entlang quer durch die Stadt unterwegs. Schon im vergangenen Jahr hatte ich eine sehr gute Zeit auf dem Kneipen- und Musikfestival. Ich war mit ein paar Leuten noch bis nachts um drei unterwegs, obwohl schon keine Livemusik mehr gespielt wurde. Die Atmosphäre geht auch über die eigentliche Veranstaltung hinaus und man konnte wunderbar noch ein paar Stunden in den Locations verbringen. Deshalb habe ich mir auch in diesem Jahr ein paar Leute geschnappt und wir sind gegen 20 Uhr losgezogen.

Stimmung ist ansteckend

Häufig muss ich mir von Freunden und Bekannten Sätze anhören wie: „Da geht doch keiner hin der unter 20 ist.“ Oder „Am Ende sehe ich da noch meine Eltern.“ Na und, frage ich dann. Natürlich, wenn man eine Location, wie zum Beispiel den Stadtpark, das Varieté Pegasus oder das Café Klostergarten betritt, dann fällt als erstes vor allem eines auf: Das Durchschnittsalter liegt eher bei 30 plus.

Die Jugendlichen treffen sich lieber im Stadtpark oder in den Weinbergen, um sich dort zu beschäftigen, das eigentliche Festival besuchen die meisten eher nicht. Sie sind zwar auch an diesem Abend unterwegs, ein Bändchen sieht man aber bei den wenigsten. Wenn man also eine Bar betritt hat man das Gefühl den Altersschnitt drastisch zu senken. Und das ist egal. Die Musik macht die Stimmung und wenn die Stimmung gut ist, dann ist es total egal wie alt man ist. Und wenn man zufällig die eigenen Eltern trifft, muss das nicht peinlich sein – nein man hat einfach gemeinsam Spaß an der Musik und wenn jemand gute Laune hat, ist das absolut ansteckend.

In diesem Jahr traten bei Maiway 44 Bands auf 28 Bühnen in ganz Bensheim verteilt auf. Durch den großen Andrang kam man in manche Cafés leider sehr schwer hinein. Da die Acts meist ähnlich sind, stelle ich jetzt meine drei Highlights aus dem diesjährigen Programm vor – vielleicht bekommt der ein oder andere ja im nächsten Jahr die Chance eine der Locations oder Bands zu besuchen.

Persönliche Favoriten

Platz drei: Die St. Georgs Kirche im Herzen der Stadt. Auch im vergangenen Jahr wurde die Kirche schon beeindruckend ausgeleuchtet. In diesem Jahr wurde noch mal eine Schippe darauf gelegt. In der Kuppel im Inneren des Gebäudes schwebten hunderte Origami Vögel, die in langsam farbwechselndem Licht ausgeleuchtet wurden. Dadurch entstand in der Kirche eine mystische Atmosphäre.

Platz zwei: In den Räumen der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG) Bensheim wurde gerockt. Zahlreiche Besucher feierten dort zur Musik der Gruppe „Panheadz“, die vor allem Rock-Coversongs aus den 80ern spielte.

Platz eins: Wie schon im vergangenen Jahr war mein absolutes Highlight das Varieté Pegasus in dem „Jam die Bääähhnd“ Hits aus den 70ern und 80ern spielte. Frontfrau Heike Grammbitter, die im vergangenen Jahr bei der Castingshow „The Voice Senior“ mitmachte, unterhielt die Zuschauer bis ein Uhr nachts und gab unter tosendem Applaus noch mehrere Zugaben.

Besonders aufgefallen ist mir in diesem Jahr die bunt erleuchtete Bensheiner Innenstadt. So war die Atmosphäre noch schöner als im vergangenen Jahr.

Ich freue mich auf Maiway 2020 und bin gespannt, was das Fest im nächsten Jahr wieder zu bieten hat. Cara Metzner

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