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Israel Auf Entdeckungstour durch den Nahen Osten / Historie trifft auf Moderne

Besuch im Heiligen Land

Archivartikel

Ob Schweben im Toten Meer, eine Entdeckungstour im Indiana-Jones-Style, ein Roadtrip zwischen Seen, Hügeln und Wüste oder Shoppen in Tel Aviv – wie bereits im Reiseführer geschrieben wurde, ist Israel das perfekte Reiseziel für jedermann. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Sankt Georg Gemeinde durfte ein Mitglied der BAnane-Jugendredaktion dieses faszinierende Land entdecken.

Wer am Flughafen von Tel Aviv ankommt, merkt schnell, dass er im Orient gelandet ist, sich aber die Religionsfrage grundlegend von allen anderen Ländern dieser Region unterscheidet. Obgleich Hebräisch und Arabisch auf fast allen Schildern gleichermaßen zu finden sind, ist das Judentum definitiv die präsentere Religion im Land. Dennoch sind die kulturellen Spuren des Islams und des Christentums vielfältig, in Jerusalem reiht sich eine Kirche an die andere, gleichzeitig hört man fünfmal am Tag den Muezzin zum Gebet rufen.

Obgleich die Bewohner Israels glücklich wirken, teilen sie jedoch eine grausame Vergangenheit. Damit diese niemals vergessen wird, wurde vor den Toren Jerusalems das Holocaust-Gedenkzentrum Yad Vashem eröffnet. Hier erfährt man, weshalb der Völkermord im Zweiten Weltkrieg funktionierte, die Alliierten davon nichts mitbekommen konnten und wie leicht ein aufgeklärtes Volk die Kontrolle über sein Land verlieren kann. Yad Vashem möchte niemanden verurteilen, sondern bilden, um einen weiteren Genozid zu verhindern.

Verlässt man die Hauptstadt und fährt in Richtung Süden, so wird die Landschaft immer trockener, Trampeltiere laufen am Straßenrand und Beduinenstämme sind von Weitem zu erkennen. Folgt man den Straßen noch weiter, kommt man schon bald zum Toten Meer, über welchem der Palast von Masada thront. Nördlich von Jerusalem dagegen wird die Landschaft immer grüner, sobald man den See Genezareth erreicht, hat sich die Wüste in Wälder verwandelt. Einen ganz anderen Flair als in der neuen Hauptstadt Jerusalem wartet in Tel Aviv. Während das bunte orientalische Treiben auf den Basaren in der Heiligen Stadt den Puls Jerusalems ausmacht, zeichnet sich Tel Aviv durch seine Moderne aus. Leider erscheint Israel oft mit negativen Schlagzeilen in den Nachrichten. Meist geht es dabei um den Nahostkonflikt, bei dem der Status der hauptsächlich palästinensisch geprägten Gebiete im Mittelpunkt steht. In Israel jedoch merkt man davon nichts, vielmehr findet hier ein friedliches Miteinander der drei monotheistischen Religionen statt. Für mich war Israel eine wunderbare Erfahrung, die ich nicht missen möchte. Rückblickend kann ich gar nicht sagen, was mir im Heiligen Land am besten gefallen hat, so viele positive Eindrücke hat die Reise in mir hinterlassen. BAnane-Jugendredaktion

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