Bananeweb

Treffen Im Abstand von drei Jahren verbringen Jugendgruppen aus ganz Deutschland eine Woche zusammen

Bundesjugendlager des THW – Abenteuer Thüringer Wald

Archivartikel

Alle drei Jahre ist es wieder so weit: Aus der ganzen Bundesrepublik treffen sich die Jugendgruppen des Technischen Hilfswerks (THW), um eine Woche zusammen irgendwo in Deutschland zu zelten, gemeinsame Projekte zu machen und viele Abenteuer zu erleben. In diesem Jahr ging es für 340 Jugendgruppen nach Rudolstadt in Thüringen. Natürlich waren auch die THW-Jugendgruppen von der Bergstraße mit dabei. So haben Viernheim, Lampertheim, Heppenheim und natürlich Bensheim jeweils ihre Jugend in den Thüringer Wald geschickt, um sich mit Tausenden anderen eine Woche auf das Abenteuer einzulassen.

23 Bensheimer Teilnehmer

Die größte Delegation von der Bergstraße bildet die Jugend aus Bensheim mit 23 Teilnehmern, vier Zelten und drei Fahrzeugen. Insgesamt kamen die Jugendlichen inklusive Betreuern mit 700 Mannschaftstransportwagen und 1240 Zelten nach Rudolstadt. Für eine Woche hat sich dadurch die Einwohnerzahl der Stadt in Thüringen um 50 Prozent gesteigert. Welche Strecken die Gruppen für das Erlebnis auf sich nehmen, zeigt die THW-Jugend aus Niebüll, die 625 Kilometer bis nach Rudolstadt gereist war.

Vor Ort gab es für die Jugendgruppen viele Möglichkeiten. Die Woche startete direkt mit dem größten Highlight jedes Bundesjugendlagers: dem Wettkampf. Hierfür werden im Vorhinein bei Landeswettkämpfen die Vertreter der Bundesländer ermittelt. Im Jahr 2013 konnte sich sogar die Jugendgruppe aus Bensheim durchsetzen und gewann den Landeswettkampf in Hessen und holte sich ein Jahr darauf bundesweit den vierten Platz. In diesem Jahr trat für Hessen das Team aus Dillenburg an. Im Wettkampf konnte sich allerdings die Jugendgruppe aus Leonberg für das Bundesland Baden-Württemberg durchsetzen und so ihren Titel verteidigen.

Vom Schwedenstuhl bauen bis Yoga ist viel geboten

Aber auch rund um den Wettkampf gibt es viel Programm für Jugendliche und Betreuer. So bietet das Lager viele Workshops an. Die Jugendgruppen haben die Möglichkeit, Schwedenstühle zu bauen, zu schweißen, Teambuilding zu machen und vieles mehr. Außerdem gibt es Sportangebote, wie Yoga, Tennis und Völkerball. Neben dem Programm auf dem Lagergelände gibt es aber auch viel außerhalb zu erleben. So erkundete die Jugend aus Bensheim am ersten Tag Rudolstadt mit einer kleinen Stadtrallye und machte im Laufe der Woche die kreisfreie Stadt Suhl unsicher und besuchte dort das historische Waffen- und Fahrzeugmuseum. Die Bensheimer Junghelfer hatten auch die Gelegenheit, das Wasserwerk in Jena zu besichtigen. Die Gruppe aus Viernheim verbrachte einen Tag in der Landeshauptstadt Erfurt und auch die Lampertheimer und Heppenheimer wagten sich vom Lagergelände.

Ein so großes Zeltlager mit circa 10 000 Menschen erlebt auch eine Stadt nicht alle Jahre und so werden einem immer wieder erstaunte Blicke zugeworfen, wenn man mit mehreren blauen THW-Fahrzeugen hintereinander durch den Ort fährt. Für eine Woche ist die Stadt ganz in Blau getaucht. Ein solches Zeltlager ist dadurch nicht nur für die Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis, sondern auch für die Bewohner der Stadt, in der das Lager stattfindet. Die Woche vor Ort war also für alle eine spannende Erfahrung, bei der es viele unvergessliche Momente gab. Cara Metzner

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel