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Eigene Meinung Länger als die Regelstudienzeit studieren?

Chancen der Zeit an der Uni nutzen

Archivartikel

Schnell, schnell! Heutzutage muss immer alles schnell und durchoptimiert sein: Zwölf oder 13 Jahre Schule und dann ein kurzer Abstecher an die Uni, bevor es auf direktem Wege ins Berufsleben gehen soll. Studiert werden muss natürlich in Regelstudienzeit – mit Bestnoten und Empfehlungsschreiben des Professors. Egal, an welchem Punkt unserer akademischen Ausbildung wir uns befinden, wir hetzten uns. Doch warum eigentlich? Ist die Regelstudienzeit wirklich so wichtig oder nur formaler Blödsinn?

Ich persönlich habe meine Regelstudienzeit schon überschritten. Dafür habe ich ein Auslandssemester machen können und immer wieder Seminare belegt, die in meiner Studienordnung nicht vorgesehen waren, für die ich keine Noten bekommen habe, die dafür aber thematisch interessant waren und mir noch mehr Wissen gebracht haben.

Die Regelstudienzeit ist nur eine Zahl, die mit einem interessanten und lehrreichen Studium wenig zu tun hat. Das Problem ist nur, dass viele Studenten das nicht so sehen und sich von dieser Zahl vorschreiben lassen, wie sie zu studieren haben. Das Resultat ist ein Haufen Absolventen, die einen tadellosen Studienverlauf vorweisen können. Nur leider ohne jegliche interessante Zwischenstation oder Zusatzwissen – ein einziger Einheitsbrei ohne Individualität.

Ich sage nicht, dass man 16 Semester für ein Bachelorstudium benötigt, aber ob sechs, acht oder neun Semester – was ist schon dabei. Man sollte die Zeit in der Universität sinnvoll nutzen, denn sie ist kein kurzer Zwischenstopp, um einen Abschluss abzustauben. Sie ist ein wichtiger Abschnitt im Leben und soll zu einer persönlichen Entwicklung beitragen. Antje Heitland

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