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Eigene Meinung Lebkuchen, Plätzchen und Co. sind mittlerweile bereits im Spätsommer in den Supermärkten zu finden – der Grund sind die Kunden selbst

Das Prinzip von Angebot und Nachfrage

Archivartikel

Die Lebensmittelproduktion hat sich selbst übertroffen: In diesem Jahr konnte man bereits Ende August vereinzelt erste Spekulatius-Packungen in den großen Supermärkten finden – mittlerweile sind Lebkuchen, Plätzchen und Co. in den Regalen nicht mehr die Ausnahme. Jedes Jahr stellen die Käufer sich dann dieselbe Frage: Warum gibt es die ganzen Weihnachtsartikel jetzt schon, wo wir sogar noch im T-Shirt herumlaufen?

Osterhasen in Neuauflage?

Misstrauische Stimmen sagen: Die Weihnachtsmänner des Septembers und Oktobers sind die ehemaligen Schokoladenhasen von Ostern, die eingeschmolzen und neu verarbeitet werden müssen, bevor sie schlecht werden. Das ließe sich allerdings nicht mit dem deutschen Lebensmittelrecht vereinbaren und ist deswegen nur ein hartnäckiges Gerücht.

Die Antwort ist viel einfacher: Das Prinzip von Angebot und Nachfrage ist für den frühen Verkauf von Weihnachtsartikeln verantwortlich. Also sind wir Konsumenten selber Schuld? Im Grunde ja, denn solange die Unternehmen wissen, dass sie mit ihren Waren Gewinn machen werden, werden sie diese auch weiterhin früh anbieten. Viele Leute lästern zwar über Lebkuchen im September, aber offensichtlich lassen sich trotzdem genug Käufer verführen, weshalb sich die Produktion für die Unternehmen auch im September schon lohnt.

Der Umkehrschluss daraus lautet ganz einfach: Wer sich an den Weihnachtsartikeln im Herbst stört, sollte diese einfach nicht vor dem ersten Advent kaufen – eine sinkende Nachfrage ist das einzige, was eine verfrühte Produktion (also das Angebot) stoppen kann. Eva-Lotte Wenderoth

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